Überetsch

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Ich schaue von der Brücke aus das Gleis
den Berg erklimmen, den wir jüngst besucht.
    Mit leisem Plätschern zieht der Fluss...

Ein Pfiff. Ein Dröhnen. Und von oben rollt

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ein Zug in unbeholfnem Trott herab.
    Mit leisem Plätschern zieht der Fluss...

Ja, dort, in solchem Zug auch, fuhren wir
unlängst - und unsrer Trennung Stunde zu.
    Mit leisem Plätschern zieht der Fluss...

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Ich sehe dich im engen Wagenraum
mir gegenübersitzen, fast verstummt...
    Mit leisem Plätschern zieht der Fluss...

Nun ist er fort, der kleine Zug, auch er -
Ich stehe auf der Brücke, sinne noch...

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    Mit leisem Plätschern zieht der Fluss...

So rollt vorüber Zeit und Los und Liebe -
Nein - Liebe nicht! Sie nicht! Oh Herz! Sie nicht!...
    Mit leisem Plätschern zieht der Fluss...

 

 

Lyrik | Ich und Du
Meiner lieben Frau
Sonette I: Der Morgen | Auf Wieder-Hören | Sie spricht | Das Landhaus | Die Bank | Die Uhr | Schirokko | Meran-Vineta | Schauder | Abgrund | Das schnellste Ross | Brand: | Agnes: | Ein Gleichnis | Ein anderes | Der Abend ruft: | Abends hinunter | Mondnacht über Meran
Ritornelle: Du warst mir heut | In meinen Tränen | Die blassen Blätterschatten | Wir mischen unsre Wesen | Wie du Personen oft vergleichst | Auf der Treppe sitzen meine Öhrchen | In einer Nacht | Ich hebe gerne Blumen | Was ist das | Ist es Herbstlaub | Dämmrig blaun im Mondenschimmer | Ja, wenn ich jetzt nur noch | Vielleicht kehrt sich's | Vor dir schein ich aufgewacht | So ziehn zwei Flammen | Es gilt fast mehr als dich | Wie Sankt Franziskus schwebt ich | Wie eine Nonne schwarz | Wie sehr versteh ich | Ein paar Pappeln | Dies ist das Wunderbarste | Das Tier, die Pflanze
Lieder: Kind, wie eine Wolke | Der Morgen war von dir erfüllt | Es ist Nacht | Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn | Der Morgen war | Hochsommernacht | Ein einunddreißigster August | Überetsch
Sonette II: Die zwei Ozeane | Er | Sie | Sternenstil | Vermessenheit | Schachsonett | Humor | An die Tiere | In aeternum | Oh, ich verleumde meine Erde nicht | Es ist so viel | Ich schein ein Doppeltes | Quellen des Lebens | Nun wollen wir uns still die Hände geben


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 162


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