(Nietzsche)

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I

Begreife dieses Schicksal, junges Herz, -
beinahe lieber noch: begreif es nicht!
Denn wenn du es begriffst, dich ließe Scham
vielleicht nicht weiter leben, - und du hast

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so liebe Augen, - nein, begreif es nie;
nur ahn' es, ahn' es, wenn du still einmal
an Menschengröß' und -schicksal schaudernd denkst
und dir gelobst, in deiner guten Brust,
ein Bildner deiner selbst zu sein wie Er.


II

Vor einem Flussbett stand ich, das den Berg, vereist,
hinuntersank, und lauscht', ergriffen hingewandt,
des Felsgewässers unterirdischem Geroll,
das dort, unsichtbar, mächtig murmelnd, seine Bahn

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zur Tiefe zog... ein Bild von Dir mir, hoher Geist,
der du, verschüttet in winterkalte Einsamkeit,
Verborgenheit, Vergessenheit, den stürmenden Gang,
den eingebornen, Deines Schicksals ruhlos wallst,
den unbekümmerten, der nur nach seiner Tiefe strebt.

 

 

Lyrik | Und aber ründet sich ein Kranz
Wir merkten bald im Reden-Wechselspiel | Wir wussten uns nichts mehr zu sagen | Mit dir, wer weiß, würd' ich noch manche Pfade | Auch bist fremd und feind den großen Worten | Schneefall | Wie kam es nur? | Du bist so weit oft fort | Vergessen | Ein Weihnachtslied | Deine Rosen an der Brust | Den langen Tag bin ich dir fern gewesen | Ich wache noch in später Nacht und sinne | Du bist mein Land | Es kommt der Schmerz gegangen | In einer Gletscherspalte | Mit einem Lorbeerblatt | Und wir werden zusammen schweigen | Und so verblasste goldner Tag | Lärchenwald im Wintermorgenstrahl | O braune, nährende Erde, so lange schliefst | Die Berge stehn | Mond am Nachmittag | Ein Wassertropfen in verschlungnen Kehren | Ein Schlänglein dehnt sich übern heißen Steig | (Nordstrand) | (Molde) | (Bergen) | O sieh das Spinnenweb im Morgensonnenschein | Einer Schottin | Einer jungen Schweizerin | Was kannst du, Süße, wider dies, dass so schön | Wer seine Sehnsucht so wie einen dritten Gaul | O Schicksal, Schicksal, Schicksal, warum gabst mir | O Seele, Seele mit dem beweglichen Spiegel | O, wer sie halten könnte, die hellen Gedanken, die | Ode an das Meer | Caesari immortali | Vor einer Büste Schopenhauers | Nur immer rein des Zweifels ewig spülenden Quell | Noch niemals fiel es irgendeinem Volke ein | Das Unerträglichste, was es auf Erden gibt | (Segantini) | An Ludwig Jacobowski (†) | Du hast nie andre denn dich selbst gehört, mein Freund | Hab' ich dich endlich, armer Freund, dahin gebracht | Man preist's Resignation; doch endlich ist es nichts | Den stehngebliebnen Zeiger meiner kleinen Uhr | Wer wahrhaft Künstler, lacht des ganz Armseligen | (Nietzsche) | Wind, du mein Freund | Glückselig nach dem Regen lacht | Butterblumengelbe Wiesen | Von Frühlingsbuchenlaub ein Dom | Feuchter Odem frischer Mahd | Das sind die Reden, die mir lieb vor allen | Wie der wilde Gletscherbach | Bergschwalben rauschen durch die Luft | Des Morgens Schale quillt von Sonnenlicht | Welch ein Schweigen, welch ein Frieden | Bleich in Sternen steht der Raum | Inmitten dessen, was wir uns erzählten | Ich liebe dich, Seele, die da irrt | Was denkst jetzt | O weine nicht! Ich weiß, ich tu dir weh | Nebelgewölke, den Berg entlang | Sahst nie der Dämmrung grelle Helle | Augusttag | Septembertag | Vorabendglück | Abendkelch voll Sonnenlicht | Es gibt noch Wunder, liebes Herz | Ein Wanderlied, vom Abendwind vertragen | Und wenn du nun zur dunklen Ferne treibst | Mit diesem langen Kuss | Liebe, Liebste in der Ferne | Und aber ründet sich der Kranz | Erster Schnee


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 398