AM:CMWuW - Ursprung und Stofferlebnis

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Albert Mack: Christian Morgensterns Welt und Werk. 1930


   S. 93
II. DIE GALGENLIEDER.

A. Ursprung und Stofferlebnis.

Neben den ernsten Gedichten, welche immer mehr vom
Erdgewichte sich befreien, gehen die Galgenlieder einher, groteske
Gebilde, die bei ihrem Erscheinen bass Verwunderung
erregten, sich in keine der bekannten Gattungen der humoristischen
Gedichte gefügig einreihen liessen, und dadurch zu
den widersprechendsten Deutungen Anlass boten. Unter
«Galgenlieder» fassen wir der Kürze halber alles zusammen,
was die vier Bändchen «Galgenlieder», «Palmström», «Palma
Kunkel» und «Der Gingganz» enthalten, obwohl die eigentlichen
Galgenlieder für sich eine besondere Gruppe bilden.
Anfangs der neunziger Jahre sind die ersten entstanden,
und bis in die letzte Zeit schwerer Krankheit fand Morgenstern
in diesen mutwilligen Versen Erholung und Zerstreuung.
Leicht gewogen wollte er sie wissen, und nichts schmerzte ihn
mehr, als wenn man diese momentanen Einfälle als sein eigentliches
Schaffen ansah und ihn darnach beurteilte. Bitter
bemerkt er 1907 in «Epigrammen und Sprüchen»:

Rat aus eigner Erfahrung.

   Du musst, mein Heber Freund, erst einmal Narr werden,
   erst einmal machen, dass die Mienen starr werden,
   dann wird man sich vielleicht bequemen,
   auch was du Ernstes schreibst, zur Hand zu nehmen.
                       (s. 63.)[1]

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Die eigentlichen Galgenlieder (in «Galgenliedern» und
«Palma Kunkel») sind hervorgegangen aus einem Kreise von
Freunden, die auf einem Ausfluge nach Werder bei Potsdam
ihre Gesellschaft nach dem dortigen «Galgenberg» tauften.
Der Name war gefunden, nach ihm entwickelten sich auch
die Zeremonien des Kreises, dessen Bedürfnis es war, sich für
kurze Zeit Herr zu fühlen über die Alltagsmängel, und in
abgeschlossener, phantastisch aufgebauter Eigenwelt aller geistigen
Fesseln zu spotten. Der Galgen gab eine Begründung
ihrer Einstellung: denn von ihm aus sind geistige und sinnliche
Perspektive wesentlich anders als auf dem festen Erdboden.
«Die Galgenpoesie ist ein Stück Weltanschauung. Es
ist die skruppellose Freiheit des Ausgeschalteten, Entmaterialisierten,
die sich in ihr ausspricht. Man weiss, was ein
mulus ist: Die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen
Schulbank und Universität. Nun wohl: ein Galgenbruder
ist die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen Mensch und
Universum.» (Gingganz, s. 4.)

Morgenstern schrieb diese Worte 1904, als der Kreis der
Galgenbrüder sich schon längst aufgelöst hatte. Doch ist wohl
kaum denkbar, dass die frühesten Galgenlieder schon
dieser weltanschaulichen Grundlage ihr Entstehen verdanken.
Sie sind bewusste Abwendung von der Wirklichkeit. Vorerst
aber nur von der Wirklichkeit, die die Galgenbrüderschaft
umgab und einengte, ein Protest gegen die Fesseln des Alltags
ein Vergessensuchen und -finden, eine rein persönliche
Befreiung für kurze Stunden im Kreise Gleichgesinnter. Und
erst später, heraustretend aus der Enge des geschlossenen Zirkels,
eine Abwendung von der Macht, die das Denken und
Handeln der Gegenwart beherrschte: eine Ablehnung des
Materialismus.

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1905 erschien das erste Bändchen, die «Galgenlieder».
Die Kritiker standen ihm damals — und auch noch später —
ratlos gegenüber. Was sollten diese Gedichte, die un-sinnig
und doch wieder wie von einem geheimen Sinne getragen
schienen, bedeuten? Waren sie nur ein frivoles Spiel mit dem
Leser, oder durfte man sie als Spass, als unschuldige Früchte
einer hemmungslosen Reimlust ansehen?

Das Nächstliegende war — über das Entstehen der Galgenlieder
hatte Morgenstern noch nichts verraten — die Gedichte
als Literatursatire zu stempeln. «Satiren über allerlei
Unarten der modernen Lyrik» werden sie genannt, die
Schreibtisch-Lyrik geissein wollen und Schreibtisch-Satiren
geworden sind. Und der Dichter erhält ein Rezept, wie er es
hätte anpacken sollen*).

So ganz haltlos war diese Vermutung nicht, was bei dem
einen oder ändern Gedicht fast auffällig als parodierende Tendenz
auftrat, konnte zur Stärkung der Vermutung dienen,
dass das ganze Bändchen als eine Sammlung literarischer Satiren
aufzufassen sei.

1899 hatte Arno Holz in der «Revolution der Lyrik» die
«Mittelachse» als das unerlässliche Gerüst der neuen, reim-
und strophenfreien Dichtung auf gestellt.

1906 liest und sieht man in den Galgenliedrn (s. 18.)
das Gedicht:

_______________
*) Karl Ettlinger, Galgenlieder, Literarisches Echo VI, s. 1219, 1905, und
Joachim Benn, Morgenstern, Deutsche Monatshefte XIII, 9, s. 115/16, 1913.

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Die Trichter.[2]

   Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
   Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
            fliesst weisses Mondlicht
                  still und heiter
                     auf ihren
                    Waldweg
                       u. s.
                         w.

Morgenstern gestattet sich hier den Spass, die Übereinstimmung
von Inhalt und Form, äusserlichster Form, auf die
Spitze zu treiben. Ist aber dies Gedicht nicht noch mehr als
ein graphischer Witz? Darf man den Verdacht, er wolle das
Postulat der Mittelachse verspotten, indem er es ad absurdum
führt, so ganz ablehnen?

Mit Literatursatire haben die ändern Gedichte nichts zu
tun. Sie wurzeln wohl in ihrer Zeit, wie jedes «Gelegenheitsgedicht».
Aber nicht eine einzelne Zeiterscheinung, wie Literatur,
Politik oder Kunst, drängte Morgenstern zur Aussprache
und zum Widerspruche, sondern die Gesamtheit der
Zeitäusserungen: die geistige Welt mit ihren Auswirkungen.
Die frühen, eigentlichen Galgenlieder stellen sich negativ zu
den Zeiterscheinungen ein, sie wenden ihnen den Rücken zu
und lassen ihre Phantasiegestalten wirken und leben auf einer
Bühne, die nicht auf dem Erdboden eingepfählt ist. Die
spätem Gedichte wenden sich zum Leben der Menschen zurück,
nehmen daraus Motive als Stoff für ihre Geschehen und
enthüllen die Wichtigkeiten des Lebens als dessen Nichtigkeiten.
Da die menschliche Torheit immer dieselbe bleibt und
nur ihre Zielpunkte wechseln, so sind die Galgenlieder zeitlos.

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Die ersten Lieder entstanden in engem Kreise und für eine
geschlossene Brüderschaft. Sie waren bestimmt, dort gesungen
zu werden: Das Bundeslied, das Lied an Sophie,
Nein!, das Geburtslied und des Galgenkindes Wiegenlied.
Stoff ist die reale Welt, sind Himmel und Wolken, die Erde
mit ihren Geschöpfen, aber alles ist von jeder wirklichen Kausalität
befreit und umgedeutet nach dem Gesichtswinkel der
Galgenbrüderschaft. Viel zu der gruseligen Wirkung, die diese
Lieder ausüben mussten, tun Klang und Rhythmus. Ja,
Klang und Rhythmus allein werden Stoff im «Grossen Lalula»,
erfunden für ein besonders eifriges Mitglied. Weil doch
eine Umstülpung aller Werte Sitte war, warum sollte nicht
ein Gedicht in eigener Sprache geschaffen werden, als letzte
Konsequenz dieses Spieles geistiger Abkehr?

Zu den eigentlichen Galgenliedern gehören auch die gesungenen
Geschichten des Zwölf-Elfen — der später die Summe
aus seinem Sein zieht und sich «Dreiundzwanzig» nennt
—, des Schluchtenhundes, des Mondschafes, der Mitternachtsmaus,
von Tulemond und Mondamin. Oft sind es reine
Phantasiegeschehnisse, auf gebaut auf einem Gesicht der
Galgenbrüder, und folgerichtig zu Ende geführt, oft auch
Naturbilder, umgeformt und gedeutet nach der geistigen Atmosphäre
des Kreises.

Aus diesen ersten Galgenliedern entstanden im Verlaufe
der Jahre weitere Gedichte, die wohl die Grundeinstellung
mit ihnen gemeinsam haben, die natürlichen Zusammenhänge
zu lösen und das Geschehen auf eigener Basis, unbekümmert
um deren objektive Möglichkeit, aufzubauen und in sich konsequent
und logisch durchzuführen. Phantasie schafft sich
den Stoff, vielleicht angeregt durch eine Beobachtung; unerfüllbarer
Wunsch wird Tatsache, wie Korfs und Palmströms
Uhren, von denen die eine, mit rückwärts kreisendem

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zweitem Zeigerpaar, die Zeit auf hebt, die andere, je nach
Wunsch des Besitzers, vor- oder nachgeht. Die eilende Zeit,
die verlorene Stunde, war Morgenstern oft ein Vorwurf. Die-
ser Gedanke findet auch Ausdruck in den «Epigrammen und
Sprüchen»:

An meine Taschenuhr.

   Du schlimme Uhr, du gehst mir viel zu schnell;
   und doch — dich schauend, seh ich selber hell.
   Unschuldig Räderwerk, was schelt ich dich?
   Ich geh zu langsam, ach zu langsam — ich.
                                (s. 109.)[3]

Palmström schafft das Gegenmittel: die Uhr, die die
Zeit aufhebt. Er ist nicht die Zeichnung eines bestimmten
Menschentypus, er ist der Mensch, der sich, befreit von der
Erscheinungswelt, die unreale Wirklichkeit schafft; unter
seinem Namen entstehen alle die Schöpfungen menschlicher
Phantasie, die bizarren Erfindungen und Taten. Palmström
ist das Gestalt gewordene Programm der ersten Galgenlieder,
für sich bestehend und losgelöst vom ursprünglichen Boden.

Die Palmström- (und Korf-) Gedichte aus Morgensterns
satirischer Einstellung zur Literatur des Tages zu erklären,
und die beiden Helden «Traumwüstlinge» zu nennen, wie
es die Kritik tat, geht nicht an.*). Allerdings führt sich
Palmström ein als der Mann, der sein Taschentuch nicht
dem profanen Zwecke entweiht, sondern nach Betrachtung
des darauf gedruckten Bildes wieder sorgfältig zusammen-
faltet und in der Tasche verwahrt. Aber Nur-Ästhet ist er
nicht. Dass einzelne dieser Verse gegen die reinen Klang-
virtuosen der modernen Dichtung zielen, soll nicht abgeleugnet

____________
*) Joachim Benn, a. a. O,

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leugnet werden. Es sind die drei Notturnos, die Korf und
Palmström dichten : die Priesterin, der Rock, und

Notturno in Weiss.

   Die steinerne Familie,
   aus Marmelstein gemacht,
   sie kniet um eine Lilie,
   im Kreis um eine Lilie,
   in totenstiller Nacht.

   Der Lilie Weiss ist weicher,
   als wie das Weiss des Steins,
   der Lilie Weiss ist weicher,
   doch das des Steins ist bleicher
   im Weiss des Mondenscheins.

   Die Lilie, die Familie,
   der Mond, in sanfter Pracht,
   sie halten so Vigilie,
   wetteifernde Vigilie,
   in totenstiller Nacht.
                  (Palma Kunkel, s. 20.)[4]

Doch Palmström ist nicht nur das Destillat des modernen
Ästheten. Die eigentlichen Galgenlieder waren Lieder ,
sie besangen die Gesichte und Gefühle der Galgenbrüder,
das einzelne Mitglied des Kreises blieb als untätiger
Beschauer im Hintergründe verborgen. Ihr von allen
erdhaftenden Gesetzen gelöstes Phantasieleben begnügte
sich nicht mehr in der Betrachtung, es forderte Tat und Handlung,
und Palmström stand auf als der Held dieser über-möglichen

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Leistungen. Er abonniert sich die Post durch ein Warenhaus,
um mit aller Welt in Verbindung zu sein und sich
so mitten ins Leben hinein gestellt zu wissen, lernt das Wetter-
Wendische als Ausgleichgewicht gegen den Geist der
Schwere, denkt sich ein Theater aus, in dem der Zuschauerraum
drehbar ist anstatt der Bühne, erfindet die Geruchsorgel
und den Aromaten. Oder er baut eine Kapsel, gefüllt mit
Alaun, setzt sie in ein Gartenbeet und erfreut sich am Wachsen
des Alaunbaumes. Korf, sein Begleiter ist noch eine
Nüance unwirklicher, er existiert, nach des Dichters Erklärung,
gar nicht im materiellen Sinne, darum ist er «weder
männ- noch weiblich, sondern schlechterdings ein Geist, dessen
Nichtsehn unausbleiblich». (Palma Kunkel, s. 13.) So
sind auch seine Schöpfungen, im Gegensätze zu denen Palmströms,
der für seine Versuche die Dinge dieser Welt nimmt,
rein gedanklich-spekulativ; und wenn Korf stoffliche Mittel
zu seinen Erfindungen nicht missen kann, so verwandelt
er nicht diese zu seinem Zwecke, sondern seine geistige Beziehung
gibt ihnen neue Form und neuen Gehalt. Er erfindet
eine Mittagszeitung, deren Lektüre den Besitzer sättigt und
von jeder Speise unabhängig macht, ersinnt sich eine Brille,
die den Text zusammenzieht und den Leser von allem überflüssigen
Wortschwalle verschont. Er schafft eine neue Bühnendekoration,
im Gegensätze zu Palmströms Dauerinszenierung
mit wurzelnden Bäumen und fliessenden Bächen, eine
Art Zollstock:

   Siehst du diesen Zollstock, spricht er; —
   dieser Zollstock ist ein Dichter:
   brich mit Kunst ihn hin und wieder,
   nütze seine vielen Glieder,

   S. 101
   und ein Baum erwächst daraus
   und ein Kirchturm und ein Haus
   und ein Fenster und ein Ofen
   und eine Sphinx für Philosophen!
     - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
   «Wirklichkeit» zwar schaust du nie,
   doch es jauchzt die Phantasie.
   Deine massigen Materien,
   Palmström, schick’ sie in die Ferien!
                       (Palma Kunkel, s. 24.)

Das Motiv ist uns bekannt, es entspringt Morgensterns
eigener spielerischer Beschäftigung mit dem zusammenlegbaren
Masstabe. (S. s. 13.) Und nun taucht eine neue Frage
auf: Bedeuten Korf und Palmström nicht noch etwas anderes?
Steckt in ihnen nicht ein Stück von Morgenstern selbst?
Lässt sie der Dichter nicht Ziele erstreben, die sie, die Glücklichen,
die an keine stoffliche Kausalität gebunden sind, erreichen,
die aber der Mensch nicht erringen kann? Und
überwinden Korf und Palmström nicht die sogenannten kleinen
Hindernisse des Lebens, die sich Morgenstern hemmend
in den Weg stellten, und die zu beseitigen nicht in seiner
Macht lag?

Mit dieser Frage gelangen wir zugleich zu dem Problem
der Stoff wähl, oder richtiger des Stoffindens. Wo überall
den Galgenliedern persönliche Erlebnisse und Beobachtungen
zugrunde liegen, könnte nur bei genauester Kenntnis aller
Lebenseinzelheiten nachgeprüft werden. Und dies ist unmöglich.
Denn schon die unbedeutendsten Vorfälle des Tages
regten den Dichter zu ihrer Gestaltung an. Der Träger der
wenigen nachweisbaren eigenen Erlebnisse wird Palmström.

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Der Augentäuschung Palmströms, der in der fremden Stadt
über dem gesprenkelten Pflaster den Regenschirm öffnet, ist
Morgenstern in Italien selbst einmal Opfer geworden. In einem
Kurorte wurde er jeden frühen Morgen von einer Nachtigall
geweckt, und darauf hin lässt er Palmström bitten:

 Möchtest du dich nicht in einen Fisch verwandeln
und gesanglich dementsprechend handeln.

(Gingganz, Palmström an eine Nachtigall, s. 62.)
Eine gefangene Maus, die er nicht töten wollte, trug er
in den Wald und befreite sie dort aus ihrem Verlies. Palmström
baut sich eine Falle, setzt sich hinein und lockt die
Maus durch Geigentöne zu sich, woraufhin beide in ferner
Waldung durch Korf befreit werden. Er auch weiss dem
Ticken der Uhr, unter dem der Dichter litt, abzuhelfen: er legt
nachts sein Chronometer, um durch den Lärm nicht gestört
zu werden, in ein Glas mit Opium. Und wie vielen «wirklich
praktischen Leuten», die Palmström die Rockknöpfe abdrehen,
ihn von der idealistischen Grille befreien und zu einem
der ihren, einem «Bürger» modeln wollen, wird nicht Morgenstern
selbst begegnet sein!

Doch auch in den übrigen Galgenliedern finden sich viele
Motive, durch deren künstlerische Gestaltung — und intellektuale
Meisterung — er einen Ärger, oder wenigstens ein
Missbehagen überwand. Den Dienstmädchen, die stets die
Schuhe verkehrt zusammen stellen, droht er ein unseliges
Ende an, und widmet der Magd «Zäzilie» ein Gedicht, der
zwar die Sauberkeit Nebensache ist, die aber ihr Augenmerk
richtet auf genau symmetrische Anordnung der Bücher, Stifte
und Papiere auf den Tischen, die sie «aufräumen» muss
(und die durch ihr sinnloses Verstellen der Sachen den Besitzer
zur Verzweiflung bringt). Für das unerklärbare Verlieren
der Taschentücher, über das jeder, der auf Reisen ist,

   S. 103
zu klagen wüsste, macht er ein Gespenst verantwortlich, das
sie ihm wegfrisst aus Tisch wie aus Koffer, und ihn mit bewunderungswerter
Ausdauer begleitet.

Doch nicht nur des Alltags Unannehmlichkeiten, auch
ganz harmlose Beobachtungen finden wir in Verse geformt.
Köstlich ist der Vorstand eines kleinen Bahnhofes gezeichnet,
der gleichzeitig einen Vororts-, Fern- und Güterzug abzufertigen
hat:

   Er steckt die Hand vorn in die Brust
   und blickt mit wahrer Feldherrnlust.

   Er streckt den Arm bald her bald hin :
   Sein Leben hat nun wirklich Sinn....
         (Palma Kunkel, Der Bahnvorstand, s. 72.)[5]

Wie wäre es möglich, dass eine so tolle Geschichte erfunden
würde : Ein Nilpferd sieht seinen Namen in deutscher
Schreibschrift vor sich, liest aus Versehen «St» statt «N»
und erkennt sich als Stilpferd, worauf es gleich zum Wappentier
der Ästheten erkoren wird. Dies Gedicht muss auf einen
Lesefehler Morgensterns zurückgeführt werden. «Die zwei
Parallelen», die zehn Lichtjahre nebeneinander her wandeln,
bis sie zusammenfliessen und selbst nicht mehr wissen, ob
sie Parallele sind, gehen auf ein Gespräch mit einem Mathematiker
zurück. Das hier angetönte Problem der Zwei-Einheit,
der Wunsch nach völligem gegenseitigen Verstehen und
Auf gehen im ändern, den er im Leben als unerfüllbar erkennen
muss (s. das Ritornell s. 36.), verwirklicht sich wenigstens
in der «Kleinen Geschichte» des Fähnleins, dessen beide
Farben sich vereinen wollten und es trotz allen Windens
und Knitterns nicht zustande brachten, bis ein Regenguss
sich ihrer erbarmte (Welt, u. Wegen s. 90.)

   S. 104
Der Droschkengaul, den er vergeblich nach den letzten
Resten des umgebundenen Hafersackes sich mühen sieht, veranlasst
ihn zu den halb resignierten Schlussversen:

   Ich bin zwar nur ein Droschkengaul, —
   doch mag ich Trost nicht missen
   und sage mir : So steht es faul
   mit allem Erdenwissen ;
   es frisst im Weisheitsfuttersack
   wohl jeglich Maul ein Weilchen,
   doch nie erreicht’s — oh Schabernack —
   die letzten Bodenteilchen.
                    (Gingganz, s. 43, Der Droschkengaul.)[6]

Dass auch von den Früchten seiner psychologischen und
philosophischen Probleme einige Samen auf den Boden
der Galgenlieder gefallen sind, um dort ihre krausen Blüten
zu treiben, ist wohl verständlich. Und dass diese Gedichte oft
zur Satire wurden, konnte und wollte Morgenstern nicht vermeiden,
denn sein Verstehen der Menschen durfte ihn nicht
hindern, ihren Fehlern den Kampf anzusagen. Die Liebe galt
nicht der Menschheit wie sie ist, sondern wie er wollte, dass
sie sich entwickeln werde. Der grösste Feind des Aufstieges
ins Geistige aber war der Materialismus, der jeden Glauben
an eine geistige Leitung der Welt verhöhnte, weil er diese
nicht experimentell nachweisen konnte. In zwei Strophen geisselt
Morgenstern die Kurzsichtigkeit dieser Auffassung:

   Ich will den Kapitän sehn, schrie
   die Frau, den Kapitän, verstehn Sie?
   Das ist unmöglich, hiess es. Gehn Sie!
   So gehn Sie doch!! Sie sehn ihn nie!

   S. 105
   Das Weib, mit rasender Geberde:
   So bringen Sie ihm das — und das —
   (Sie spie die ganze Reeling nass.)
   Das Schiff, auf dem sie fuhr, hiess «Erde».
                             (Gingganz, s. 47.)[7]

Für Morgenstern ist der Mensch ein Entwicklungszustand.
Im Sinne höherer geistiger Wesenheiten wächst das Ich,
durch viele Wiederverkörperungen wandernd, aus der leiblichen
Gebundenheit in eine rein geistige Existenz hinauf. Darum
zeigt er seinem Dämon das grotesk-tiefgründige Sinnbild
des Menschen:

   Ich darauf, mir meine schwarzen
   Stiefel von den Zehen ziehend
   sprach, dies, Dämon, ist des Menschen
   schauerlich Symbol, ein Fuss aus
   grobem Leder, nicht Natur mehr,
   doch auch noch nicht Geist geworden,
   eine Wanderform von Tierfuss
   zu Merkurs geflügelter Sohle.
                  (Gingganz, s. 48, Zeig mir..)[8]

Die Welt ist ihm Wunder, und sein Hang zum Philosophieren
entsprang aus der immer neu erwachenden Verwunderung
über die Schöpfung.

   Erschrocken staunt der Heide Schaf mich an,
   als säh’s in mir den ersten Menschenmann.
   Sein Blick steckt an; wir stehen wie im Schlaf;
   mir ist, ich säh zum ersten Mal ein Schaf.

   S. 106
Uber diesen Vierzeiler setzte Morgenstern «Geburtsakt
der Philosophie». (Palma Kunkel, s. 77.)[9]

Die Philosophie, die glaubt das Sein zu erfassen, indem
sie sich in blutleere, von allen Leben losgelöste Abstraktionen
hinausspekuliert, musste seinen Spott herausfordern.
Das «Scholastikerproblem» stellt die knifflige Frage, wie viele
Engel auf einer Nadelspitze sitzen können. Nicht «alle»
lautet die Antwort, die sich auf das Fehlen der räumlichen
Ausdehnung des Geistigen stützt, sondern «keine», denn Geister
können nur auf geistigen Lokalitäten (!) Platz nehmen.

Das geistige Urbild eines Dinges, das wir Idee nennen,
und das nach der Platonischen Philosophie Eigenexistenz besitzt,
können wir nicht erfassen. Was wir Idee heissen, ist nur
Abstraktion, ist nur eine Zusammenfassung aller Attribute,
die sich bei all den Dingen finden, welche unter dem gleichen
Namen begriffen werden. So ist der Umfang und Inhalt
dieser «Idee» durchaus abhängig von der Art unserer Denk-
und Empfindungsfähigkeit, und kann nicht mehr umfassen,
als was wir am Dinge selbst durch unsere Sinne erfahren können.
Denn «welche Vorstellung wäre zuletzt nicht anthropomorph».
So sieht Morgenstern, die Grabplatte des erschlagenen
Hundes hebend, die Idee des Hundes:

   Wie sie aussah, die Idee?
   Bitte, bändigt euren Mund.
   Denn ich kann nicht sagen meh
   als dass sie aussah wie ein — Hund.
              (Palma Kunkel, s. 46, Das Grab des Hunds.)[10]

Das Problem der Erkenntnis hat ihn andauernd beschäftigt,
und Mauthners Zweifel an der Erkenntnisfähigkeit, die
begrenzt ist durch die Gestalt der Sprache, unserer einzigen
Mitteilungsform des Denkens, ist tief in Morgenstern eingedrungen.
Das, was die Sprache auszusagen weiss.wird nichtig,

   S. 107
denn den Grund der Dinge erfasst sie nicht. Wie verwandt der
beiden Einstellung zum Sein ist, zeigen Mauthners Worte:
«Wenn ich nicht ich bin, trotzdem aber bin, dann darf ich
wohl auch von allen ändern Wesen glauben: sie sind nur
scheinbar Individuen, sie unterscheiden sich nicht von mir,
ich bin Eins mit ihnen, sie und ich binnen Eins. Sind
das bloss philosophische Wortfolgen? Spiele der Sprache?
Nein. Was ich erleben kann, ist nicht mehr bloss Sprache.
Was ich erleben kann, das ist Wirklichkeit. Und ich kann es
erleben für kurze Stunden, dass ich nichts mehr weiss vom
principium individuationis, dass der Unterschied aufhört zwischen
der Welt und mir.» (Kritik der Sprache, 2. Aufl. I. s.
118.) Dies könnten Worte Morgensterns sein aus der Zeit
seiner Vertiefung in das Johannes-Evangelium.

Dem Wortaberglauben muss der Kampf angesagt werden,
dem Irrtum, dass man mit dem «Heissen» das Sein eines
Dinges erfassen könne. Denn zur Wahrheit lässt uns das
Wort nicht Vordringen. So bleibt nichts anderes übrig, «als in
der Wahrheit die Übereinstimmung unserer Ideen und Sätze
miteinander zu sehen, die formale Wahrheit. Der Leser ist
jetzt vielleicht vorbereitet, zu erfahren, was als Wesen dieser
formalen Wahrheit (und eine andre objektive Wahrheit ist
nicht da) zu entdecken ist: die Übereinstimmung der
Begriffe oder Worte mit sich selbst, das heisst mit unserer
Anwendung durch den objektiven Menschengeist ist
— der Gebrauch der Sprache.... (Mauthner, a. a. O. I.
s. 638.) Das Wort führt von der Wahrheit weg, weil
es vortäuscht, sie zu erfassen. Das Wort trennt, das wort-lose
Versinken erst führt auf den Weg zur Einheit. «Was sagt
Meister Ekkehart anders als: zerbrich alle Sprache und damit
alle Begriffe und Dinge: der Rest ist Schweigen. Dies
Schweigen aber ist — Gott.» (St. s. 237.)

   S. 108
So darf Morgenstern lächeln über den Wortaufwand, der
doch nie zur Klarheit führen wird, predigt Schweigen und
lässt Palmström eine Brille erfinden, die den Text des zu Lesenden
zusammenzieht. Und er berichtet uns die Geschichte
von dem

Exlibris.

   Ein Anonymus aus Tibris
   sendet Palman ein Exlibris.

   Auf demselben sieht man nichts,
   als den weissen Schein des Lichts.

   Nichts ein Strichlein ist vorhanden.
   Palma fühlt sich warm verstanden.

   Und sie klebt die Blättlein rein
   allenthalben dankbar ein.
                (Palma Kunkel, s. 5.)[11]

Sie weiss die Gabe des Namenlosen zu würdigen, von ihr
heisst es:

   Schon dass hier ihr Name lautbar ward,
   widerspricht vollkommen ihrer Art.
         (Palmström, s. 37, Muhme Kunkel.)[12]

Das sprudelnde Bächlein führt Morgenstern zur Betrachtung:

   S. 109
   Ohne Wort, ohne Wort
   rinnt das Wasser immerfort;
   andernfalls, andernfalls
   sprach es doch nichts andres als.

   Bier und Brot, Lieb und Treu, —
   und das wäre auch nicht neu.
   Dieses zeigt, dieses zeigt,
   dass das Wasser besser schweigt.
                  (Palma Kunkel, s. 37, Das Wasser.)[13]

Die Westküsten der Erde versammeln sich, wollen ihre
Namen, die ihnen die Menschen auf drängten, abschütteln,
und stellen erbost eine Resolution auf, die lautet:

   Wir Westküsten erklären hiermit einstimmig,
   dass es uns nicht gibt, und zeichnen hochachtungsvoll:
   Die vereinigten Westküsten der Erde. —
               (Galgenlieder, s. 43, Die Westküsten.)[14]

Da erklärt ihnen der Walfisch, dass erst ihr Denken sie zu
Westküsten mache, und kleinlaut wird das Protestschreiben
totgeschwiegen.

Von Mauthner (Wörterbuch der Philosophie, 1. s. 131.)
hat Morgenstern auch die Anregung zu dem Legendchen «St.
Expeditus»: Unbekannte Menschen schicken einem Kloster
Kisten mit Geschenken, auf denen geschrieben steht «Espedito».
Die Nonnen können sich den Geber so wenig erklären
wie den Sinn des Wortes, entdecken in ihm einen Heiligen,
der samt einer Kiste an die Kirchenwand gemalt wird, und
der Kult blüht, bis Rom ihn untersagt.

   S. 110
Wer das Wort so zerdachte wie Morgenstern, musste
auch seine Gewalt erkennen, die es auf die Menschen auszuüben
vermag, und weiss es auch als Waffe zu gebrauchen.
Als eine Waffe nur, die er im Grunde selbst nicht mehr ernst
nehmen konnte, und die er mehr schwang ihrer Sprungkraft
wegen und zur eigenen Kurzweil, als um Siege damit zu erringen.

Bei einer grossen Zahl der Galgenlieder ist ein Wortspiel
der Ausgangspunkt. Nur Ausgangspunkt, nicht Gedanke.
Der Wortwitz beruht auf der Verwendung des einen Wortes
zum Ausdrucke zweier Bedeutungen, nämlich des häufig-
sten Begriffes und eines mehr oder weniger verdeckten, aber
für die Witzwirkung stets unerwartet auf tretenden Nebensinnes.
Je weiter der Begriffsumfang des Ausdruckes, um so
mehr eignet sich das Wort zur Witzbildung. Aus dieser plötzlich
aufflammenden Nebenbedeutung erwuchs dann sekundär
der gedankliche Grund des Gedichtes. Oder, der Gedanke
bemächtigte sich der unerwarteten Ausdrucksmöglichkeit des
Witzwortes.

Beispiel eines reinen Wortscherzes, der auf Zusammenhänge
mit Gedankengebieten ausserhalb des Wortumfanges
verzichtet, sind «Die drei Winkel». Sie klappen ihr Dreieck
zusammen und wollen sich in Menschen verwandeln. Das geschieht,
sie werden Winkeladvokaten, und da die Summe der
Dreieckswinkel gleich zwei Rechten ist, so gibt es aus ihnen,
richtig eingeschätzt, auch nur zwei rechte Anwälte. Doppeltes
Wortspiel liegt hier zugrunde, das eine, das die Situation
schafft, der zweifache Begriff von Winkel, und das andere,
welches das spöttische Werturteil über diese Menschengattung
ermöglicht.

Eine Kette von Wortwitz, daraus entstehender Situation,
neuem Wortwitz ist der «Lebenslauf». Der Eine flieht und

   S. 111
gibt Fersengeld, der Andere folgt bis Algier und sammelt
das Geld, sammelt, bis er Millionär wird. Million und Legion,
beides Ausdruck einer gewaltigen Menge, der Millionär erkennt
sich plötzlich als Legionär, und beschliesst sein Leben
tief in Marokko.

«Der Werwolf» möchte sich deklinieren lassen, und der
tote Dorfschulmeister tut ihm den Gefallen, ohne Schwierigkeit,
soweit es den Bittenden allein betrifft. Aber das Fragepronomen
kennt nur die Einzahl; der Werwolf hat doch
Weib und Kind, eine unbestreitbare Tatsache, die aber das
Wissen, der Dorfschulmeister, ablehnen muss. Auf wen soll
der Werwolf sich nun stützen, auf den logischen Beweis, der
sein Glück, seine Nachkommenschaft wegleugnet und ihn
des festen Haltes an der Wirklichkeit für immer beraubt, oder
auf seine eigene Überzeugung, und dabei den Glauben an die
von ferne ehrfüchtig bewunderte Wissenschaft verlieren?

Nur einmal finden wir einen Gedichtstoff aus einem Buche
übernommen: es war eine alte Baslerchronik, die ihm
die Geschichte des «Hahns» überlieferte. Sie erzählt, dass
ein Hahn 1474 öffentlich verbrannt worden sei, weil er ein
langes Ei gelegt hätte. Morgenstern lässt zum Schlüsse dieser
Schilderung die Busse fordernde Menge das letzte Kikeriki des
gequälten Tieres als abbittendes, sündenlösendes Kyrieleis
vernehmen.

Dichten ist Gestalten der drängenden, formsuchenden
Erlebnisse zu Bildern. Den Vorgang selbst, wie dessen Phantasieschöpfungen
rational zu erklären, ist Morgenstern Frevel
an den schöpferischen Kräften, ist Zerschneiden der Ader,
durch die das Blut des Dichters sich in sein Werk ergiesst.
Die Phantasiegestalt ist das «Nasobem», das auf seinen Nasen
fünherschreitet. Es ist kein Tier, dem man mit wissenschaftlichen
Erklärungen beikommen kann. Es steht nicht im

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Brehm, nicht im Brockhaus oder Meyer, den Werken, in denen
fleissiger Forschergeist seine Ergebnisse gesammelt hat,
denn «es trat aus meiner Leyer zum ersten Mal ans Licht.»
Und seitdem lebt’s, trotz allen Einwänden.

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Versucht man die Galgenlieder in einzelne Gruppen zu
scheiden, eine Aufgabe, die nie reinlich gelöst werden kann,
da viele der Gedichte in mehr als eine Rubrik einzutragen
sind, so zeigt sich eine engere Verwandtschaft zwischen je
zwei Bändchen. Und zwar wird jeweils eine von Morgenstern
noch selbst veröffentlichte Sammlung durch eine Nachlassausgabe
ergänzt. Den «Galgenliedern» reiht sich «Palma Kunkel»,
dem «Palmström» schliesst sich «Der Gingganz» an.

Die frühesten Gedichte sind die eigentlichen Galgenlieder,
jene Strophen, die im Galgenbrüderkreise gesungen oder
rezitiert und für ihn geschrieben wurden. Es sind die Geschichten
von Tulemond und den mitternächtigen Tieren,
die Gesänge: Bundeslied, Lied an Sophie, das Gebet, Lalula,
das Frühlingslied in den «Galgenliedern», und in «Palma
Kunkel»: der Nachtschelm, die Schildkröte und der Steinochs.
Diesen völlig von der Wirklichkeit abgewandten Phantasien
folgen als Gegenstück die Gedichte, die sich mit dem
Materialismus auseinandersetzen: der Lattenzaun, die Westküsten,
der durchgesetzte Baum, die Wissenschaft.

Auffallend häufig finden wir in diesen frühen Schöpfungen
die Beseelung von Tier und Ding, Morgenstern führt
Wurm und Rabe, Pudel und Stachelschwein, Igel und Blind-
schleiche, Esel und Hecht, Würfel, Korkzapfen, Wegweiser
als handelnde Personen ein, ja selbst abstrakte Begriffe wie
Seufzer, Glockenton und Purzelbaum.

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Die spätem Gedichte im «Palmström» und «Gingganz»
verdanken ihr Sein nicht mehr äussern Veranlassungen, der
Dichter wendet sich zu sich selbst zurück und erzählt von
seinem Tun, Wünschen und Denken. Persönliche Erlebnisse
erhalten Gestalt, wie in Bona fide, die Mausefalle, die
Schuhe und das Gespenst. Die Auseinandersetzung mit philosophischen
und psychologischen Fragen findet ihren Niederschlag
in Vice versa, Meilenstein, Zeig mir, sprach der
Dämon, Ich will den Kapitän sehn. Und schliesslich treten
Palmström und Korf auf, die Zauberer, die Morgensterns
unerfüllbare Wünsche zu verwirklichen vermögen.

 

 

Albert Mack: Christian Morgensterns Welt und Werk. 1930
Vorwort | Biographische Skizze | Der Mensch und die Grundlagen seiner Weltanschauung
Weltanschauliche Auseinandersetzung: I.Die ersten Deutungen | II. Nietzsche | III. Das Johannes-Wort | IV. Rudolf Steiner
Das Werk:
I. Die ernste Lyrik: A. Stofferlebnis | B. Innere Form. Symbole | C. Äussere Form
II. Die Galgenlieder: A. Ursprung und Stofferlebnis | B. Humor | C. Äussere Form
Schlusswort | Literatur
Lebenslauf


Fußnoten

  1. Epigramm Nr. 380
  2. Die Trichter
  3. Epigramm Nr. 693
  4. Die steinerne Familie
  5. Die große Minute
  6. Der Droschkengaul
  7. Die Wahnsinnige
  8. Zeig mir, sprach zu mir ein Dämon (o. T.)
  9. Erschrocken staunt der Heide Schaf mich an (o. T.)
  10. Das Grab des Hunds
  11. Exlibris
  12. Muhme Kunkel
  13. Das Wasser
  14. Die Westküsten