Am Bergeshang auf moos'gem Stein (o. T.)

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Am Bergeshang auf moos'gem Stein,
den nie noch traf der Sonne Strahl,
rast' ich, vor mir ein Wässerlein
- der Regen schuf es - rinnt zu Tal.

5

Es gleitet leis, unhörbar sacht,
und doch dabei voll Eil' und Hast,
als ließe eine dunkle Macht
es nirgends finden Halt und Rast.

Die Kronen flüstern ernst im Wind -:

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So rinnt die Zeit, so rinnt die Zeit -
so schnell, so still, bis sie verrinnt
dereinst im Meer der Ewigkeit.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 1
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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 517