An einen Freund

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

Dass die Welt ein Haus voll Narren,
wird dir immer klarer werden;
wie's im Kleinen du erfahren,
ist es überall auf Erden.

5

Unser ist ein rastlos Kämpfen
wider all die Narreteien.
Ist es möglich, sie zu dämpfen,
schlägt es fehl, sie zu verzeihen.

Für die freien Augenblicke

10

bleibt uns Lächeln oder Weinen,
sei's, dass uns der Welt Geschicke
albern oder tragisch scheinen.

Doch im übrigen bewahre
nur Geduld und sei ergeben:

15

Viele Millionen Jahre
hat die Menschheit noch zu leben.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 1
Gedichte in bayrischer Mundart: Der kloane Voat | Mei herzig's lieb's | Weil ees die boarische | Als er aus Ungeschick ein großes Loch in die Gardine gerissen hatte | Der Gockl
Der Tod erst | Warum, warum ach | Ad astra | Warum das Leben hassen | Schenk, Muse | Für ein Stammbuch | Verloren stand ich | Wie oft wohl | Es rollt das Jahr | Rudelstadt, Sommer 1890 | Der Melderbaum | Die Sonne lockt | Weltfreude | Am Bergeshang | Gott der Träume | Ewige Gottheit | An einen Freund | Abschied vom Zobten | An einen Streber | Einer jungen Freundin ins Stammbuch | 2. August 1891 | Ich möchte größer sein | Dichters Dank | Schlummern möcht' ich | Auch mir wird | Wann kehrst du je | Ich seh' die Lande | Geisterzug | Worte des Trostes | Den 'ethischen Bilderstürmern' | Es leiht mir wunderbare Stärke | O nur vor einem | Ob in Schnee und Eis | Was ging mir nicht | Als ich mein erstes Lied | Wenn ich die alten Blätter | Ode | Mein Leben ist der Woge | Ob du im Arm | Die Nacht ist still | Nichts herrlicher | Ich möchte blut'ge Tränen | Zu den Vorgängen bezüglich der "Emser Depesche", November 92 | Der Säemann | Ahnung des Kommenden


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 520