Aphorismen - In me ipsum - 1891

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   S. 13

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[Motto]
Was ist denn von außen her über dein Leben
zu wissen und zu sagen!
Gar nichts.


5

1891

[2]

Wie? könnte ich mir nicht wie Goethe seine Gefühlsüberschwenglichkeit
und Wertherstimmung meine krankhafte Anschauungder absolutesten Notwendigkeit von der Seele
schreiben?

[3]
10

Mein einziges Gebet ist das um Vertiefung. Durch sie allein kann
ich wieder zu Gott gelangen. Vertiefung! Vertiefung!

[4]

Nicht im lärmenden Kampf der Tage, auch nicht im Sturm einer
großen Zeit, aber nach Jahrtausenden stiller Arbeit, nach Äonen
ewig fortwirkenden Webens — dann werden die Menschen gut

15

werden.
O, wer diesen Glauben, der mir Gewißheit ist, in allen Augenblicken
seines Strebens im Herzen lebendig fühlte, er würde glücklich
sein.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 5, S. 13