Aphorismen - Kunst - 1892

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   S. 81

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1892

[314]

Ihr fürchtet, daß die Umsturzepoche, vor der wir zu stehen glauben,
alle Kunst und Poesie, alles Schöne und Wertvolle im Leben
vernichte?

10

Ich fürchte das nicht. Denn mag jeder Tempel zertrümmert, jedes
Kunstwerk verbrannt, jedes Saitenspiel zerschmettert werden,
das unantastbare Saitenspiel, das Menschenherz, wird nie aufhören,
von den ewigen Melodien zu tönen, die der Geist der Welten
ihm zuhaucht.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 5, S. 81