Aphorismen - Kunst - 1902

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

   S. 91

Sa-band5 0091.jpg

...

1902

[360]

Kunst heißt Ordnung schaffen, — dies Wort Nietzsches fällt mir

15

auf Schritt und Tritt ein, seit ich wieder in Italien bin.

[361]

Worin besteht der Wert einer wohlschmeckenden Schokolade.
Der Zunge zwischen bitter und süß die rechte Abwechslung zu
geben mit taktvollem Vorherrschen des zweiten und diesem und
jenem ablenkenden Nebengeschmack. In der Musik ist es nicht

20

anders, wenn man die analogen Wendungen dafür einsetzt.

[362]

Es gibt keine Kunst, außer der einem Kultus dienenden. Alles
andere ist Verzettelung.

[363]

Das ist das Herrliche aller Plastik und Skulptur (Gegensatz wäre
Malerei): die Möglichkeit unendlicher Gesichtspunkte.

 

 

Portal:Aphorismen
Autobiographische Notiz | In me ipsum | Natur

Kunst: 1891 · 1892 · 1894 · 1895 · 1896 · 1897 · 1898 · 1901 · 1902 · 1903 · 1904 · 1905 · 1906 · 1907 · 1908 · 1909 · 1910 · 1912 · 1913

Literatur | Theater | Sprache | Politisches, Soziales | Kritik der Zeit | Ethisches | Lebensweisheit | Erziehung, Selbsterziehung | Psychologisches | Erkennen | Weltbild | Symphonie


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 5, S. 91