Aphorismen - Sprache - 1896

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   S. 148

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1896

[614]

Oft überfällt dich plötzlich eine heftige Verwunderung über ein
Wort: Blitzartig erhellt sich dir die völlige Willkür der Sprache, in
welcher unsere Welt begriffen liegt, und somit die Willkür dieses

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unseres Weltbegriffes überhaupt.

[615]

Ich habe oft bemerkt, daß wir uns durch allzu vieles Symbolisieren
die Sprache für die Wirklichkeit untüchtig machen.

[616]

Du bist ein Gymnaseweis, mein Lieber!

[617]

Charleytantismus der Bühne.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 5, S. 148