Auf Wieder-Hören

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Hör zu! Wir wollen uns erst wieder-hören,
eh wir uns wieder-sehn! Du kommst geweht
und hältst die Türe fest und - "Margaret"
so rufst du leis "ist da und will dich stören!"

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Drauf ich, mich zwingend, nicht mich zu empören
wider das Spiel, das ich ja selbst erfleht:
O Geisterstimme, liebe, dein Poet
vernimmt dich, aber lässt sich nicht betören!

"Kein Geisterspuk!" so zürnst du zärtlich her.

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"So sieh doch nach, ob nur mein Geist dich narrt,
ob so viel Liebe ein Gespenst ertrüge!"

Da spring ich auf, da schau ich deine Züge,
da halt ich deine ganze Gegenwart -
und fasse dich und lasse dich nicht mehr.

 

 

Lyrik | Ich und Du
Meiner lieben Frau
Sonette I: Der Morgen | Auf Wieder-Hören | Sie spricht | Das Landhaus | Die Bank | Die Uhr | Schirokko | Meran-Vineta | Schauder | Abgrund | Das schnellste Ross | Brand: | Agnes: | Ein Gleichnis | Ein anderes | Der Abend ruft: | Abends hinunter | Mondnacht über Meran
Ritornelle: Du warst mir heut | In meinen Tränen | Die blassen Blätterschatten | Wir mischen unsre Wesen | Wie du Personen oft vergleichst | Auf der Treppe sitzen meine Öhrchen | In einer Nacht | Ich hebe gerne Blumen | Was ist das | Ist es Herbstlaub | Dämmrig blaun im Mondenschimmer | Ja, wenn ich jetzt nur noch | Vielleicht kehrt sich's | Vor dir schein ich aufgewacht | So ziehn zwei Flammen | Es gilt fast mehr als dich | Wie Sankt Franziskus schwebt ich | Wie eine Nonne schwarz | Wie sehr versteh ich | Ein paar Pappeln | Dies ist das Wunderbarste | Das Tier, die Pflanze
Lieder: Kind, wie eine Wolke | Der Morgen war von dir erfüllt | Es ist Nacht | Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn | Der Morgen war | Hochsommernacht | Ein einunddreißigster August | Überetsch
Sonette II: Die zwei Ozeane | Er | Sie | Sternenstil | Vermessenheit | Schachsonett | Humor | An die Tiere | In aeternum | Oh, ich verleumde meine Erde nicht | Es ist so viel | Ich schein ein Doppeltes | Quellen des Lebens | Nun wollen wir uns still die Hände geben


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 144