Bist du, Herz, nicht trunken (o. T.)

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Er :
"Bist du, Herz, nicht trunken
von so vielem Glück?"
Sie :
"Ach, in dich versunken,
segn' ich jedes Stück

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meines armen Lebens,
das so reich nun ist,
dass an ihm vergebens
alle Not sich misst.
Worden bin ich Schale

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einem goldnen Wein;
ruhsam aus mir strahle
nun sein voller Schein
in die blaue Tiefe
der Unendlichkeil; -

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o dass er entschliefe
in mir aller Zeit!"

 

 

Lyrik | Nachlese zu Melancholie
I: Abend im Park | Sternennacht | Musik | Nacht am Flusse | Junger, blasser, feiner Knabe | Von diesem Berg | Glockensturm im Tal | Lied an die Dämmerung | Ich trat ans Fenster | Seltsam, wie dort im Spiegel | Der kann von Liebe
II: Porto fino | Bist du, Herz, nicht trunken | Zum Abschied | An Eva P. | Vor einer Postkarte
III: Monte Testaccio | Auf den Annemonenwiesen der Villa Pamfili bei Rom | Piazza Barberini
Farnesina: Venus vor Zeus | Zug der Galatea
Von Rom zu scheiden | Pabstjubiläum 1903 | Dass es nur nicht | Frage ohne Antwort | Ich bin nicht öfter groß | Tret ich zu einer Pilgerschar | Ihr übermütigen Schellenknaben | Fiesolaner Ritornelle
IV: Ein Gedicht Walthers von der Vogelweide | Im Walther-Ton
V: Einer Jugendfreundin | Er, der uns zum Gipfel führt | Zu Nieblum will ich begraben sein | Die Heulboje | Dunkler Tag | Die Sterbende | Alles gut weil alles Gott | Sieh, des Herbstes Geisteshelle | Ich will vom Menschen nicht lassen | Genug oft
VI: Nicht noch einmal - | Leben ohne Antwort | Non veder, non sentir m'è gran ventura | Verantwortung | Durch manchen Herbst | Sei bereit | Dunkler Tropfe


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 56