Briefe III

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Ich glaube nicht an Ungerechtigkeit,
ich glaube, was geschieht, geschieht mit Recht;
wir sehn nur nicht ins fiebernde Geflecht
der unaufhörlich fortgewobnen Zeit.

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Die Mär vom blinden Wandel der Natur
bedünkt mich schal; dies Wandeln ist nicht blind.
Es fasst sich selbst ins Aug' im Menschenkind
und prüft sich Schritt vor Schritt in Wald und Flur.

Ein Blindes geht im Grund wohl seinen Trott,

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doch ewigformt sein Geist es um und um.
Natur ist weder roh noch kalt noch dumm
noch ungerecht, Natur ist In-Sich-Gott.

 

 

Lyrik | Einkehr
Dem Andenken meiner Mutter
Im Hochgebirge: Die Menschen klein, den Menschen groß | Junges Mädchen in den Bergen | Raumschwindelgefühl | Notschrei | Am Quell | Gewitteranfang | Der Wildbach | Auf einem verfallenen Kirchhof | Versuchung | Mittag | Abendweise | Mondnacht | Vor Sonnenaufgang
Herbst: Vergänglichkeit (o. T.) | Ähren-Wald | Südwind | O bunte Welt | Der Wiesenbach | Blätterfall | Herbstschlacht | Der Wolkenbaum | Nachts übern Markt | Aus stillen Fenstern | Novembertag
Winter: Rosenweiß, ein Geist | Vor dem Schachbrett | Vor einem alten Schrank | An meinen Badeschwamm | Meinem Koffer | Der Schatten spricht: | Das Sintho-Buch | Glockenton nach Mitternacht | An eine unbekannte Schauspielerin nach einem Operettenabend | Im Theater | Nächtliches Haus
Briefe: I | II | III | IV | V
IV: Die Wunderfrucht | An die Furcht | Der Kelch der Ewigkeit | Jesus, ein "Mensch" | Desperado-Trost | Kleine Erde...
V
Vorfrühling: Zittern meiner Augen Schleier nur | Verse beim Erwachen | Februarmorgen | Abenddämmerun | Vorfrühling | Siehe, auch ich - lebe | Einem Berge | An eine Landschaft | Lied der Erde an die Sonne
Ein Nachmittag: An ein altes Haus | Der Bauernknabe | "Ich und der Vater sind eins" | Der Einsiedler
Aus einem Christus-Zyklus:
   nach Matthäus: Matthäus 4, 8
   nach Johannes: Mir kann niemand geben | Joh. 1, 26 | Joh. 4, 31 | Joh. 8, 53 | Joh. 14, 6


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 98