Christian Morgenstern. Selbstverlag Sulamith Wülfing. 1935

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Einband
Innenseite
Titel
Christian Morgenstern
Gedichte
Band VI der Verlagsreihe
Verlag
Selbstverlag Sulamith Wülfing, Wuppertal
Illustrator
Sulamith Wülfing
Auflage
1. Auflage, 1935, 6000 Stck.
Inhalt
Bemerkungen
Vorwort zur ersten Auflage
Sulamith Wülfings Schaffen, überzeitlich und einmalig, ist Ausdruck einer absoluten Persönlichkeit. Sie ist eine der wenigen Menschen, welche nicht der Versuchung unterliegen, ihre durch Aufnahme der Dinge entstandenen Formen, in ihrer Summe Gleichnis des Ganzen, dem Begriff zu opfern.
Ihre Bilder sind nie Illustrationen, ihre Anregungen erwachsen nicht äußerlich, dem Inhalt konformen Erlebnissen, sondern sind Abstraktionen von Schwingungen, welche in ihrer Seele durch gleichlaufende, aber dem Endergebnis gegensätzliche Berührungen ausgelöst werden
Und so kann sie es wagen, ihren Bogen von Rainer Maria Rilke zu Christian Morgenstern zu spannen, deren Gedichte in der Schau ihrer Übersetzungen, wesens- und formengleich, aber aus Linie und farbe neu geboren, sichtbar werden.
Durch den hellwachen Sinn Sulamith Wülfings für das Kennzeichnende und Beispielhafte des Vielfältigen und Einfachen, mit einem verfeinerten Begriff des Lösenden und Bindenden, einem starken Gefühl für das Geschichtete und Fließende ist es ihr möglich, gleichweie bei Rainer Maria Rilke, hier Bilder zu schaffen, welche irgendwie das Blut der Gedichte in sich führen, und doch durch die neue Form ganz neue Einfühlungsmöglichkeiten geben.
Die Ebene der Formenden ist die gleiche, ihre handwerklichen Mittel verschieden, und so entstehen Gedicht und Bild, Wort und Linie - Ausdruck kongruenten schaffens, aus Eindruck eines gleichen Erlebnisses.
Otto Schulze-Elberfeld, Weihnachten 1934


Abbildungen
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* Gedicht ist auch im Band XXIII enthalten, aber mit anderer Illustration.