Daß ich nicht mehr von Liebe sage (o. T.)

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Daß ich nicht mehr von Liebe sage,
es kränkt euch, meine Brüder, meine Schwestern,
und sicher wünscht mir jeder insgeheim
- und nicht zuletzt vielleicht auch ich mir selbst -

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so etwas recht Gepfeffertes und Seltnes.
Ihr lieben Mitraubtiere, ich versteh euch,
und ihr mich mit euch - ihr dürstet alle Tage
nach Blut, je frischer, desto reizender.
Lag ich von Leidenschaft zerfleischt vor euch,

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ihr würdet eure Hände nicht allein,
auch euren Mund auf meine Wunden legen
und trinken, trinken - . "O wie süß schmeckt Blut!
O unsre Wollust dankt dir, Bruderherz,
so lieben wir dich erst, so mundest du!"

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 4
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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 607