Der Tor

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Was kümmert mich, mein kluger Freund, zu lernen,
wie dieser Berg, wie diese Blume heißt:
sie gehen in mich ein wie Geist in Geist -
warum durch Namen sie von mir - entfernen ?

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Ei wohl, ich bin ein Tor in Erdendingen,
mich lockte nie der Schritt der Wissenschaft,
mir fehlte stets der Ernst, die Lust, die Kraft,
die Bildungmeiner Zeit mir aufzuzwingen.

Unwissend bin ich sehr und ungegründet

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in allem schier, wozu Gedächtnis not.
Und doch, ich sterbe einen ruhigen Tod, -
ein Weiser dort, wo eure Weisheit mündet.

 

 

Lyrik | Nachlese zu Einkehr
Mein Tetragramm | Wechselnd Wollen | Fisch und Wind | Oh welch Gefühl | Gewaltig segelst du mit mir | Noch jüngst gehasst | Wessen Blick aus nackten Bläuen | Das Kornfeld | An den Wald | Rings um uns | Einen moosbegrünten Ort | (Fragmentarisch) | Mattenwanderung | Regengeschwellt (o. T.) | Bergwasser um Mittag | Der Bergbach | Fels, auf dem Äonen | Durch einer Felsenkluft | Die Glocke | Das Tal | Sonntagmittag in Meran | Der Tor | Die verlassene Sennhütte | Ja, recht, Natur | Abendstrophe | Nachtlied | Nacht | Gruß und Gegengruß durch die Nacht | Nachtanbruch | Nächtliches Erwachen | Mensch und Blitz | Der Einsiedler | Einsiedelwunsch | Warum durchglüht mein Wesen | Frühlingsahnung | An eine Fächerpalme | An meinen Teekessel | Mein Ofen ist ein weißer Bär | Winternacht | Groß ist die Welt | Zyklus Die Wunderfrucht | In vinculis - libertas | Progressus dei | Meinungs-Moment | Der Name Mensch | Wir Menschen sind | Lied der Erde an den Menschen | Im Anfang war


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 126