Dichters Dank

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Des Buches letztes Blatt ist längst gewendet,
doch sinnend halt' ich's in der Hand noch lange,
als lauscht' ich dem enteilenden Gesänge,
bis leise er in Traumesfernen endet.

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Dem Dichter, den die Gottheit selbst gesendet,
damit von seiner Lieder süßem Klange
das Menschenherz den höchsten Trost empfange,
wie dank' ich ihm für das, was er gespendet!

Doch nicht in Worten, die im Wind verhallen,

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beweist der edle Geist des Dankes Tiefe;
in freien Taten ringt er nach Gestaltung.

Ist's nicht, als ob zu glühender Entfaltung
jedweder Keim, jedwedes Können riefe
des Dichters Wort, das tief in uns gefallen.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 1
Gedichte in bayrischer Mundart: Der kloane Voat | Mei herzig's lieb's | Weil ees die boarische | Als er aus Ungeschick ein großes Loch in die Gardine gerissen hatte | Der Gockl
Der Tod erst | Warum, warum ach | Ad astra | Warum das Leben hassen | Schenk, Muse | Für ein Stammbuch | Verloren stand ich | Wie oft wohl | Es rollt das Jahr | Rudelstadt, Sommer 1890 | Der Melderbaum | Die Sonne lockt | Weltfreude | Am Bergeshang | Gott der Träume | Ewige Gottheit | An einen Freund | Abschied vom Zobten | An einen Streber | Einer jungen Freundin ins Stammbuch | 2. August 1891 | Ich möchte größer sein | Dichters Dank | Schlummern möcht' ich | Auch mir wird | Wann kehrst du je | Ich seh' die Lande | Geisterzug | Worte des Trostes | Den 'ethischen Bilderstürmern' | Es leiht mir wunderbare Stärke | O nur vor einem | Ob in Schnee und Eis | Was ging mir nicht | Als ich mein erstes Lied | Wenn ich die alten Blätter | Ode | Mein Leben ist der Woge | Ob du im Arm | Die Nacht ist still | Nichts herrlicher | Ich möchte blut'ge Tränen | Zu den Vorgängen bezüglich der "Emser Depesche", November 92 | Der Säemann | Ahnung des Kommenden


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 523