Die Bank

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Die Nacht ist und und lockt mich auf die Warte
auf halber Höhe über meinem Flecken;
ich schau ihn sich den Bach hinauf erstrecken,
und diesen selber durch der Mauer Scharte.

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Durchs Laubwerk mir zu Häupten spielt das harte
Geblink der Sternenschar mit mir Verstecken:
indes von unten mich Laternen necken,
wie Blitzer einer transparenten Karte.

Vor allem aber ist die Bank da droben

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mir wert. Denn meine Freundin kommt, die ferne,
sooft ich dort, mein nächtlich Säumen teilen.

Gemeinsam hören wir die Wasser toben.
Gemeinsam schaun wir Häuser, Lichter, Sterne...
Und wünschen nichts als ewig so zu weilen.

 

 

Lyrik | Ich und Du
Meiner lieben Frau
Sonette I: Der Morgen | Auf Wieder-Hören | Sie spricht | Das Landhaus | Die Bank | Die Uhr | Schirokko | Meran-Vineta | Schauder | Abgrund | Das schnellste Ross | Brand: | Agnes: | Ein Gleichnis | Ein anderes | Der Abend ruft: | Abends hinunter | Mondnacht über Meran
Ritornelle: Du warst mir heut | In meinen Tränen | Die blassen Blätterschatten | Wir mischen unsre Wesen | Wie du Personen oft vergleichst | Auf der Treppe sitzen meine Öhrchen | In einer Nacht | Ich hebe gerne Blumen | Was ist das | Ist es Herbstlaub | Dämmrig blaun im Mondenschimmer | Ja, wenn ich jetzt nur noch | Vielleicht kehrt sich's | Vor dir schein ich aufgewacht | So ziehn zwei Flammen | Es gilt fast mehr als dich | Wie Sankt Franziskus schwebt ich | Wie eine Nonne schwarz | Wie sehr versteh ich | Ein paar Pappeln | Dies ist das Wunderbarste | Das Tier, die Pflanze
Lieder: Kind, wie eine Wolke | Der Morgen war von dir erfüllt | Es ist Nacht | Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn | Der Morgen war | Hochsommernacht | Ein einunddreißigster August | Überetsch
Sonette II: Die zwei Ozeane | Er | Sie | Sternenstil | Vermessenheit | Schachsonett | Humor | An die Tiere | In aeternum | Oh, ich verleumde meine Erde nicht | Es ist so viel | Ich schein ein Doppeltes | Quellen des Lebens | Nun wollen wir uns still die Hände geben


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 145