Die Erde ist der Mittelpunkt der Welt (o. T.)

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

Die Erde ist der Mittelpunkt der Welt.
Für sie entstanden Sonne und Planeten.
Sie haben sich um sie herumgestellt.

Nachdem sie aus der Throne Schoß getreten,

5

als Ursaturn, zum ersten Sein erwacht,
als Wärme-All - so schaun sie die Propheten -,

versunken dann in Weltenschlaf und -nacht,
um wiederaufzustehn als Alte Sonne,
als Feuerluft (bald an- bald abgefacht),

10

verjüngt dann abermals im Geisterbronne
und, wässrig jetzt, als Alter Mond heraus
die Sonne stoßend, ihr und sich zur Wonne;

zurückgenommen in der Götter Haus
zum letzten Male, um aus ihm verdichtet

15

als Erdball endlich, anfänglichen Baus,

hervorzugehn, zerteilt drauf und gesichtet
in Sonne, Mond und Erde, letzter Hand,
wird sie die Welt, dem Ich als Heim gerichtet,

des Logos und der Liebe Vaterland.

 

 

Lyrik | Nachlese zu Wir fanden einen Pfad
An Rudolf Steiner | Er sprach... | Gesegnet ging ich | Gewaltiger, der Du aus Geisterhöhn | Kreuz und quer bin ich gereist | Ές έαντόν | Am Anfang scheint ein grauser Ernst | In mein dunkles Schlafgemach | Immer hab ich dich geliebt | Ich sah uns alle und empfand | Köstlicher Funke des Enthusiasmus | Er sprang beschwingten Schritts | Der Tolstoianer | Der Theosoph | Wasser | Wärme | An Speidel | O Welt, - du armer Mensch | Du weißt nicht was du versäumst | Sie schlafen, weil sie wachen | An meine Freunde | Krischna-Stimmung | Eine Frauenseele erzählt | Wie war es nur möglich | Vom Einst will ich sagen | Und dieses Einst | Meditationen | Ich fand mich gehn | Was geradenwegs | Bergbäche | Es reimt sich nicht umsonst | Wie eine Wiese | Wer kein Träumer ist | Geisterwesen überall | Am Ufer des Meeres | Im Hochgebirge | Entwickelungs-Skizzen | Die Erde ist der Mittelpunkt der Welt | Versuchung | Man gibt dir nicht | Weisst du denn | Was uns am meisten offenbar | Ein Herd von eigensinnigen Gedanken | Wer kennte nicht | Verantwortung | Der Engel: | Ich | Keine Kunst | Und siehe, es war alles gut | O Einst mit deiner schönren Fülle | Meinen Körper unter mich | Schwacher Leib | Wie du als Embryo | Karfreitagmorgen | Reinkarnation | Oh wie herrlich | Tue, lasse, wie es sei | Warte, warte tiefgeduldig | In Öde würden wir sinken | Mußt du hören | Dein Wunsch, nicht mehr zu leiden | Wie vieles muß zugrunde gehen | Beklag mich nicht | Für Reinhard Piper | Nein, es geht nicht immer gleich | Lessing, "Erziehung des Menschengeschlechts" | Beim Tode Nahestehender | Ich trage Ehrfurcht | Ein düstres Kreuz | Mystik, wie sie dir sich zeigt


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 247