Die Nacht ist still. Ihr schlummert um mich her (o. T.)

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Die Nacht ist still. Ihr schlummert um mich her,
und mich, mich überkommt ein tiefes Danken.
Was war ich, höbet ihr mich nicht empor
aus meinen Zweifeln, meinem trüben Schwanken.

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Indes ihr schlummernd ruht in stiller Nacht,
erfasst mich's tief, die Hände fromm zu falten
zu jener Macht, die ewig wirkt und wacht,
und euer Heil befehl ich ihrem Walten.

Die Nacht ist still. Durch dunkle Fernen sucht

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mein Geist des Vaters Herz, das treue, tiefe.
Und schluchzend fleh' ich in die dunkle Nacht:
O dass auch er in Glück und Frieden schliefe.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 530