Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen 261 - 270

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261

Wilhelm Bölsche

Wie seine Flöte
auch immer verführt-:
Wissenschaft und Goethe
mit Bier angerührt.

262

Was schwatzt ihr da, ihr Schmollenden,
von eurem "höhren Rechte" ?
Ihr es nicht anders Wollenden -
es gibt kein Recht für - Knechte.

263

Italienische Geselligkeit

Man sitzt zusammen ohne Zwang,
in Kleidern, wie sich's gerade gibt.


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264

Annunzio

Ich mag dich nicht
und ob es noch so blinkt
und noch so viel in deiner Kunst besticht.
Du bist für mich ein Mensch, der nach Verwesung

5

    stinkt.

265

Dieses ewige Pro-domo-Reden -
wie entbehrt es jeder Scham,
und wie sagt es klar für jeden,
wie die Macht herunterkam.

266

Dichterbekanntschaft

"Zu Haus in meiner Träume Welt,
wie hab ich ihn mir vorgestellt!
Doch ach, wie ganz betrog ich mich:
Der Esel sieht ja aus wie ich."

267

Im Ungemeinen

Bewundrung selten;
aber im Kleinen


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


268

Ihr seid alle "historisch verseucht";
wenn euch ein Teilchen nur reizvoll deucht,
gleich sagt ihr " icht nein" mehr zum Ganzen,
mögt dann nach allen den Pfeiflein tanzen,

5

die euch umlocken mit ihrem Spiel.
Aber schweigt mir vom "großen Stil".
Man hat nicht - ihr denkt es euch zu bequem -
klein und großen Stil außerdem .

269

Der, mit dem du sprichst,
ist immer der Weise,
die übrige Welt
gruppiert sich um ihn im Kreise.

5

Höchstens ein paar Gipfel in der Ferne
sind ihm heilig noch,
ein paar Sterne, -
wieviel große Geister gibt es doch!

Das macht, daß jeder nur gern lebt,

10

wenn er sich tüchtig überhebt.
Einen Grund hat jeder - besieh's nur genau -
und wär's zuletzt nur - seine Frau.

270

Du willst, daß man mit dir empfinde,
so geh zum Narren und zum Kinde.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 415ff.


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Der vollständige Text ist in der Stuttgarter Ausgabe zu finden.
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