Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen 271 - 280

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271

Wie trifft man oft, vom Schaffen heiß,
auf Hundeschnauzen, kalt wie Eis,
verliert so Jugend wie Gewalt
und wird in zehn Minuten - alt.

272

Er war ein Pantoffel und stank am Ofen.
Sie nannten ihn einen Philosophen.

273

Oscar Bie

Du spielst dein Leben lang den Renaissanceler,
doch wahrhaft neu geboren wardst du nie.

274

An Oscar Bie

Du waltest stolz ob "deutscher" "Kunst"
und schenkst und weigerst Schöpfers Gunst.


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


275

Ihr preist die Kraft und grollt doch jeder Tat,
ihr weder Fleisch noch Fisch, ihr - Kopf-Salat!

276

Die Schönheit, deren Herz nicht Wahrheit heißt, ist tot.
Und käme sie mit Gold und Purpur überhäuft,
ihr Aug ist stier und leer; denn sie ist tot.
Und setztest du ihr diamantne Kronen auf -

5

ein armes Kind, mit einer Hand voll Blumen, rührt
sie an, und sie zerfällt, denn sie ist tot.

277

Gütig ist die schönste Form von gut,
so wie warm vielleicht die schönste Form von licht.
"Jenseits von gut" - so spricht wohl kühner Mut,
"jenseits von gütig" nicht.

278

Sieh her, mein Kind, und lerne diese Zweiheit:
den Hang zur Güte und den Drang zur Freiheit.

279

Was wir nicht sind, verleumden wir zu gern;
dies üble Fieber bleib mir ewig fern.

280

Dies seine Art in allem Wiederfinden,
was man vollbringt im Guten wie im Bösen;
dies sich aus seinem Tun und Lassen lösen -
O welche Flut von schwankendem Empfinden.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 417ff.


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