Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen 341 - 350

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341

Was ist ein Mensch doch ohne Macht!
Ein Narr, den alle Welt verlacht.

342

Hochmütig macht dich deine Ungeduld.
Vielmehr: mich drückt ein Übermaß von Schuld.

343

Sei Mensch mir, denn siehe, du wärst nicht, der du bist,
wenn nicht der Mensch so wäre, wie er ist.

344

Wie vieles bleibt, bedenkt man's ehrlich, wichtig,
wie vieles wird dem Wahren leer und nichtig!


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


345

Was weißt denn du vom Gange einer Welt?
Das, was die Lerche weiß vom Himmelszelt -


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


346

Unselbständige Form? - Dem selbst selbständig Gewordnen
steht zu freiem Gebrauch alte wie jegliche Form.

347

Die beiden Denker

Sprach ein reicher Mann da kürzlich
von der Fülle seiner Sorgen:
"An so vieles muss ich denken,
wie Sie sich nicht denken können."

5

"Ich", entgegnete der Dichter,
"bin des vielen Denkens längst schon
überhoben, denn ich denke
längst nur noch an den - Revolver."

348

Selbstgespräche

O, ihr wisst wundergut, was Leben heißt.
Ihr ehlicht, zeugt, genießt, arbeitet, sterbt.
Wie ein Gesetz ist euch das vorgekeilt,
und ihr erfüllt's.

5

Ich Ungewisser Geist,
ich hab noch immer leben nicht gelernt,
mir bleibt das Leben ewig fremd und neu.
Ich hab zu viel zerdacht, zu viel entthront.

349

Ich kann im Augenblick nichts fertig denken;
es muß sich alles erst in Erdreich senken,
dort wirkt es mit lebendiger Kraft.

350

Mein Hang,
nur ja nie ein zu stolzes Wort zu sagen,
hat redescheu gemacht mein halbes Denken.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S.


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Der vollständige Text ist in der Stuttgarter Ausgabe zu finden.
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