Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen 351 - 360

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351

Ich habe von den klügsten Fraun vernommen:
"Mein Herr, wo kann man wohl Ihr Buch bekommen?"
Beim Kaufmann, weiß man, gibt's Zibeben.
Allein - wo mag's nur Bücher geben?

352

Dem Gewimmel der Registraturen

Wert hat nur das Dokument,
aber nicht das der Person,
nicht das eines Hinz, Kunz, Cohn,
sondern weil ein Mensch hier brennt.

353

Es ist der Maßstab, der den Rang bestimmt.
Wie leicht, wie schwer ein Geist die Dinge nimmt.
Hier ist ein Mensch, der nicht zu wägen weiß,
und drum gehört er nicht in eines hohen Lebens Kreis.

354

Hartleben †

Den Schädel hebt mir auf! Den Leib verbrennt!
Den Leib verbrennt, ich liebt' ihn nicht so sehr.
Den Schädel hebt mir auf; ihn hebt'ich mehr:
In diesem Schädel schlief ein Firmament.

355

Lieber Freund, begreife...
der Mensch ist eine Seife,
die das Schicksal verwäscht.

356

Vor einem Ährenfelde

O Menge, wärst du schön wie dieses Feld,
war deine Stimme lieblich wie sein Rauschen,
wie wollt ich froh dich schaun, dir innig lauschen
o wärst du solcher Einheit Bild, o Welt!

5

Und wenn der Genius über deinem Gold
wie hier die Lerche süße Lieder sänge,
wie liebt' ich diese Höhe, diese Enge,
wie anders war ich solcher Erde hold.

357

Vor dem herrlichen Sonnenuntergänge

Und doch ist Schönes schön nur mitgeteilt.
Erblicke mit mir dieses hehre Wesen!


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358

Aus der Erde wachse die Kunst, wie die Ähre zu wiegen
hoch ihr schwankendes Haupt golden in Sonne und Wind.

359

Wo viel Genie, wird Windes Spiel.
Euch ist schon, was ihr seht, zu viel .

360

Von draußen war das Leben zu Besuch.
Und wieder nun die tiefe Abendstille...


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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 433ff.


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