Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen 61 - 70

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61

Fünfzig Jahre hoff ich heiter
mich durch diese Welt zu dichten;
Zeit genug, mir eine Leiter
nach dem Himmel aufzurichten.

5

Scheid ich segnender Gebärde
einst von meinem lieben Volke -:
Meine Leiter bleibt der Erde,
doch mich selbst empfängt die Wolke.

62

Als ob das zarte Blutgespinst,
das ihr in meinem Werk empfangen,
euch je verriete, welchem Dienst
mein Herz nun endlich aufgegangen!

5

Aus meinem Jenseits tausend Grüße!
Nicht allzu tief als ob ich wäre -:
Doch allzu leicht für eurer Füße
unnennbar ehrenwerte Schwere.

63

Wach auf! dein Ziel ist in Gefahr!
Du gabst in bunten Träumerein
der Einsamkeit, was ihrer war -:
nun gib dem Leben auch, was sein.

64

O schwärme, schwärme, Lieber, ungezügelt,
nach jeder Erdenfreude lustbeflügelt!
Nur eins verliere nicht:
den roten Faden deiner tiefsten Pflicht.

5

Die aber ist:
Dich selber zu entdecken
und dann dich selber nach dir selbst zu strecken.

65

Wir kommen so durch manche Schichten
von Menschen, wenn wir höher trachten.
Und das Ergebnis all der Sichten -
Lieben und Verachten.

5

Oder - um keinen zu richten -:
Lieben und Verzichten.

66

Ich reifte langsam. Laß der Jugendverse
unreifen Schwarmsinn reulos dir entgehn


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


67

Auf vielen Wegen

An manchem Ausblick blieb ich stehn,
in Lust versunken oder Schmerz,


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


68

An den abgeschiedenen Genius meiner Mutter

Ich lag in Angst, du hieltst mein Haupt gebettet.
Ich sank in Tiefsinn, du hast mir gelächelt.
Ich wollt verglühn, du hast mich kühl gefächelt.
Ich wollt ertrinken, du hast mich gerettet.

5

Du, meine Mutter, in mir weiterlebend,
ein Genius, unsichtbar, an meiner Seite,
durchs Lebenswirrsal ewig treu Geleite,
Wegrichtung, Hilfe, Rat und Trost mir gebend.

69

Kindheit

Alles, was mir lieb und wert,
versunken in der tiefen Zeit.


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


70

Nach dem Horatius redivivus

In deine Arme wieder, große Kunst!
Ein Gassenbube, pfiff ich leichte Lieder.


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 367ff.


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Der vollständige Text ist in der Stuttgarter Ausgabe zu finden.
Kurze Erläuterung der rechtlichen Situation.