Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen 71 - 80

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

71

Ές έαντόν

Wie oft du's auch mit Göttern treibst -
und lachend sich dein Geist befreit -
Prometheide bist und bleibst
du an dem Felsen deiner Zeit.

5

Kommst nie zur Ruh! Heut sonnenhell
süß-goldner Früchte übervoll,
und heut ein finsterer Gesell
in bittrer Armut Gram und Groll.

72

Vor einer alten Wettertanne stand ich still,
bewundernd ihren mächtigen Wuchs und ruhige Kraft,
und wie mit einem Schlage schwand vor mir zu nichts
all unser eitel wichtigtuerisch Getrieb.

73

Talent - Genie

Talent: ein Gast am Tisch der Zeit.
Genie: hält selber Haus.
Den bücklingt Ihre Herrlichkeit,
der sie zur Tür hinaus.

74

Ich sage dir als tröstlich Wort,
wie eins aufs andre ist gestellt.
Denk einen Punkt des Ganzen fort,
du denkst dich selber aus der Welt.

75

So werd' ich beide mir verbinden,
den Dummen wie den Weisen -:


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


76

So liebst auch du nur dich allein,
o Christ und Altruist.


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


77

An des Dichters andere Hälfte , den Leser

Wie wenn der Wind von fernen Dingen singt,
heut magst du ihn verstehn und morgen nicht,
so wehen unsre kargen Worte dir
des Lebens unbestimmten Duft hinüber.

5

Und heute schwillt dein Herz in Ahnung mit,
und unser Werk wird ihm von neuem Welt,
und morgen stehst du fremd und kalt vielleicht,
und vor dir liegt ein totes, stummes Lied.

78

An meinen Leser

War mir selten dein bewußt,
wahrend ich geschrieben:
Reine, tiefe Bildnerlust
hat mich stets getrieben.

79

Deutsches Distichon

Hópsasa hópsasa hóp / hop hop hópsasa hópsasa hopsa
Hópsasa hópsasa hóp / hópsasa hópsasa hóp


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


80

Man stülpt ihm's Käppi übern Kopf, -
und seinen Deckel hat der Topf;


Dieser Text ist noch nicht gemeinfrei


 

 

Lyrik | Epigramme, Sprüche und ähnliche lyrische Formen
1-10 | 11 - 20 | 21 - 30 | 31 - 40 | 41 - 50 | 51 - 60 | 61 - 70 | 71 - 80 | 81 - 90 | 91 - 100 | 101 - 110 | 111 - 120 | 121 - 130 | 131 - 140 | 141 - 150 | 151 - 160 | 161 - 170 | 171 - 180 | 181 - 190 | 191 - 200 | 201 - 210 | 211 - 220 | 221 - 230 | 231 - 240 | 241 - 250 | 251 - 260 | 261 - 270 | 271 - 280 | 281 - 290 | 291 - 300 | 301 - 310 | 311 - 320 | 321 - 330 | 331 - 340 | 341 - 350 | 351 - 360 | 361 - 370 | 371 - 380 | 381 - 390 | 391 - 400 | 401 - 410 | 411 - 420 | 421 - 430 | 431 - 440 | 441 - 450 | 451 - 460 | 461 - 470 | 471 - 480 | 481 - 490 | 491 - 500 | 501 - 510 | 511 - 520 | 521 - 530 | 531 - 540 | 541 - 550 | 551 - 560 | 561 - 570 | 571 - 580 | 581 - 590 | 591 - 600 | 601 - 610 | 611 - 620 | 621 - 630 | 631 - 640 | 641 - 650 | 651 - 660 | 661 - 670 | 671 - 680 | 681 - 690 | 691 - 700 | 701 - 710 | 711 - 720 | 721 - 730 | 731 - 740 | 741 - 750 | 751 - 755



Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 370ff.


Noch nicht gemeinfreie Texte können hier nur als Zitat mit einem kurzen Ausschnitt widergegeben werden.
Der vollständige Text ist in der Stuttgarter Ausgabe zu finden.
Kurze Erläuterung der rechtlichen Situation.