Er fühlt' es selbst. Die süße Wunderblume (o. T.)

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Er fühlt' es selbst. Die süße Wunderblume
der Liebe hat sein Volk ihm nicht gereicht.
Er sprach es selber, arm in seinem Ruhme,
"Ich bin nicht glücklich, da mein Haar nun bleichte

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Und er beschwor, am Abend seines Lebens,
ein liebes Bild und schloss: "Ich stritt vergebens.
Dort war ein Herz, das mich verzehrend liebte;
doch ich, ich ging zu euch, ihr nasser Lehm,
daraus kein Funke je mir widerstiebte.

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Ich liebt' euch nie. Und doch -! Ach, noch indem
ich scheide, wird mein Herz umhergerissen
von Not nach Liebe und von kaltem Wissen.
Komm, Schweigen, komm; mich ewig einzuhüllen.
Ich war ein Mensch und mußte mich erfüllen."

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 4
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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 622