Erich Bauernfeind

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ist ein österreichischer Künstler, * 15. November 1972 in Amstetten

Eine Beschreibung meines musikalischen Werkes muß stets mit meinem bildnerischen Werk in Zusammenhang gebracht werden, da auch die Findung von Konzepten und Prinzipien in den meisten Fällen sich parallel auf beide Medien, Musik und Malerei, erstreckt. Beides will ich als einen Spiegel meiner individuellen Jetzt-Welt verstanden wissen, insbesondere aber in der künstlerischen Auseinandersetzung jene Aufgabe sehen, dem Leben, vor allem jedoch den dem Leben innewohnenden Prinzipien von Schönheit und Vielfalt gerecht zu werden, ihnen zu huldigen, was impliziert, daß meine Kunst niemals nur die Tätigkeit des Schreibens alleine sein kann. Es bedarf der Wachsamkeit eines jeden Tages, jeder Stunde, um hierin weiterzukommen. Ich nehme einen x-beliebigen Gegenstand, setze mich mit ihm auseinander, versuche ihn zu begreifen, lege ihn weg und schaffe damit Distanz zu ihm, um ihn später erneut in Erinnerung zu rufen; diesmal aber darf er entspringen aus Parametern der eigenen Welt. Hier beginnt das Arbeiten, Formen und Schaffen an etwas völlig Neuartigem; "art is artificial", wie es Francis Bacon nannte. In meinen jüngsten Kompositionen sehe ich vor, den Interpreten in den kreativen Schaffensprozeß einzubinden, egal, ob er Space-notation vorgelegt bekommt, optographische Strukturen umsetzen muß oder sein Spiel an einem einzigen Bild, Wort oder auch an einer Farbe orientieren muß. Hier gilt es, sich mit der Frage nach dem Maß des Einflusses, den der Künstler auf das Werk ausübt, auseinanderzusetzen; mit dem Ziel der Wahrung größtmöglicher Schlüssigkeit.

Erich Bauernfeind, 1994

Werk bezüglich CM

op. 38 dem morgenstern zuliebe

Liederzyklus für tiefe Stimme und Klavier nach Texten von Christian Morgenstern aus dem Zyklus "Der Gingganz"

1995

Uraufführung
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, 1996 durch SchülerInnen von Maria Bayer
Publikation
Manuskript