Für ein Stammbuch

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Nach kühn erschaffnen Idealgestalten
drängt es des Jünglings stolzen Geist zu werben -
es kommt die Zeit, wo seine Träume sterben,
wo seine heißen Hoffnungen erkalten.

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Ihn kann allein der Liebe stilles Walten
mit Götterkraft entreißen dem Verderben,
ihr Glühn vermag aus eines Lebens Scherben
ein neues Leben strahlend zu entfalten.

Das, was auf dieser weiten, fremden Erde

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vom Ewig-Göttlichen in uns geblieben:
Es ist des Herzens tiefes, heißes Lieben.

Es ist der Seelen Ineinanderklingen,
dass uns gleichwie auf einer Gottheit "Werde!"
weitauf der Seligkeiten Pforten springen.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 1
Gedichte in bayrischer Mundart: Der kloane Voat | Mei herzig's lieb's | Weil ees die boarische | Als er aus Ungeschick ein großes Loch in die Gardine gerissen hatte | Der Gockl
Der Tod erst | Warum, warum ach | Ad astra | Warum das Leben hassen | Schenk, Muse | Für ein Stammbuch | Verloren stand ich | Wie oft wohl | Es rollt das Jahr | Rudelstadt, Sommer 1890 | Der Melderbaum | Die Sonne lockt | Weltfreude | Am Bergeshang | Gott der Träume | Ewige Gottheit | An einen Freund | Abschied vom Zobten | An einen Streber | Einer jungen Freundin ins Stammbuch | 2. August 1891 | Ich möchte größer sein | Dichters Dank | Schlummern möcht' ich | Auch mir wird | Wann kehrst du je | Ich seh' die Lande | Geisterzug | Worte des Trostes | Den 'ethischen Bilderstürmern' | Es leiht mir wunderbare Stärke | O nur vor einem | Ob in Schnee und Eis | Was ging mir nicht | Als ich mein erstes Lied | Wenn ich die alten Blätter | Ode | Mein Leben ist der Woge | Ob du im Arm | Die Nacht ist still | Nichts herrlicher | Ich möchte blut'ge Tränen | Zu den Vorgängen bezüglich der "Emser Depesche", November 92 | Der Säemann | Ahnung des Kommenden


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 508