Gebet Sindbads, des Lastträgers (o. T.)

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"Wie viele Qualen duld' ich ohne Rast,
und andre lagern in des Glückes Schatten;
wie eifern Sorg' und Müh', mich zu ermatten
und beugen mich mit allzuschwerer Last!

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Wie vielen gab ihr Schicksal keine Bürde,
sie leben ohne Leid, in Seligkeit;
ihr Antlitz strahlt, und seiden prahlt ihr Kleid,
ihr Mahl ist fürstlich, fürstlich ihre Würde.

Und doch gebar uns eines Tropfens Schoß,

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und jene gleichen mir, wie ihnen ich,
nur unsre Lose unterscheiden sich,
ihr Joch ist sanft, doch meine Last ist groß.

Gerechter Richter, ich erfinde nichts,
ich rede frei und ohne Übermut

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und weiß, der Allmacht deines Angesichts
entgeht kein Los. Und jedes Los ist gut."

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 7
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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 290