Geleitwort für den 29. August

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Warum erfüllen uns Gräser, eine Wiese, eine Tanne mit so reiner Lust? Weil wir da Lebendiges vor uns sehen, das nur von außen her zerstört werden kann, nicht durch sich selbst. Der Baum wird nie an gebrochenem Herzen sterben und das Gras nie seinen Verstand verlieren. Von außen droht ihnen jede mögliche Gefahr, von innen her aber sind sie gefeit. Sie fallen sich nicht selbst in den Rücken wie der Mensch sich mit seinem Geist und ersparen uns damit das wiederholte Schauspiel unseres eigenen zwiespältigen - darum aber freilich auch um so entwicklungsfähigeren - Lebens.


Siehe Aphorismen