Geliebter Traum (o. T.)

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Geliebter Traum, der du mir schenkst,
was mir die Wirklichkeit verwehrt
zu schaffen Kräfte in mich senkst,
die ich umsonst vom Tag begehrt.

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Wie sollt' ich deiner nicht voll Dank
gedenken und in lichtem Wort
dein bunt verschlungenes Gerank
mir wach erhalten fort und fort!

Der Farben siebenfache Quellen

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ergossen sich aus meiner Hand
wie eines Stroms befreite Wellen
auf Winterhimmels grauer Wand.
Das war ein Kämpfen, Drängen, Schwellen
hinauf, hinab die Kreuz und Quer

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ein Sich-Verdunkeln, Sich-Erhellen
voll Urgewalt ein streitend Meer.

Und aus dem Chaos ringt Gestalt
sich nach Gestalt, einfließend Schreiten,
hoch türmender Dämonen Streit

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verzerrt die Himmelswand in Falten.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 301