Gib mir den Anblick deines Seins (o. T.)

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Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt...
Den Sinnenschein laß langsam mich durchdringen...

So wie ein Haus sich nach und nach erhellt,
bis es des Tages Strahlen ganz, durchschwingen -

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und so wie wenn dies Haus dem Himmelsglanz
noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen -
dass es zuletzt, von goldner Fülle ganz
durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände,
gleich einer geistdurchleuchteten Monstranz:

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So möchte auch die Starrheitm einer Wände
sich lösen, dass dein volles Sein in mein,
mein volles Sein in dein Sein Einlass fände -
und so sich rein vereinte Sein mit Sein.

 

 

Lyrik | Wir fanden einen Pfad
Für Dr. Rudolf Steiner | Nach der Lektüre des Helsingforser Zyklus 1912
I: O Nacht... | Erblinden mag ich | Nun wohne DU darin | Die zur Wahrheit wandern | Leis auf zarten Füßen | Evolution | Überwinde! Jede Stunde | Geschöpf nicht mehr
II: Sieh nicht, was andre tun | Verlange nichts von irgendwem | O wie gerne lern ich Milde | Die Weisheit meines höhern Ich | O gib mit Freuden | Mit-erwacht... | Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau | An den andern
III: | O ihr kleinmütig Volk | Ich will aus allem nehmen | Das ist der Ast in deinem Holz | Du hast die Hand schon am Portal | Wer vom Ziel nicht weiß | Was klagst du an | Das bloße Wollen | Bedenke Freund, was wir zusammen sprachen | An eine Freundin | Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten | Der Kranke: | (An viele) | (An manche) | (An einige) | "Brüder!" | Ich habe den MENSCHEN gesehn
IV: Gib mir den Anblick deines Seins | Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren | Die Fußwaschung | Luzifer | Der Engel... | Licht ist Liebe | Fass es, was sich dir enthüllt | Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los | Da nimm. Das lass ich dir zurück | Hymne | Ich hebe Dir mein Herz empor | R
V: Im Baum, du liebes Vöglein dort | Von zwei Rosen... | Mond am Mittag | Wasserfall bei Nacht


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 220
Illustriert von
Sulamith Wülfing