Ich schein ein Doppeltes (o. T.)

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Ich schein ein Doppeltes. Einmal schein ich
Gott selber, Mein bewusst in Raum und Zeit;
zum andern ringende Persönlichkeit,
ein Nur-ich-Eines, nur Problem-für-mich.

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Als Einzelseele - kämpfend bitterlich
nach einem Himmel, der plejadenweit;
als Allgeist über meinem eignen Streit
ruhend, dem Aar gleich, der zur Wolke wich.

Bin ich so Vater denn und Kind zumal?

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Bin Gott und muss mich doch er-ringen erst?
Bin Gott und nicht Gott, Gottesbildstoff bloß?

- "Du und der Vater- "... ja, du hellster Strahl,
ich kenne, ich erlebte, was du lehrst;
und doch - dies ist nur Ruhn in einem Schoß...

 

 

Lyrik | Ich und Du
Meiner lieben Frau
Sonette I: Der Morgen | Auf Wieder-Hören | Sie spricht | Das Landhaus | Die Bank | Die Uhr | Schirokko | Meran-Vineta | Schauder | Abgrund | Das schnellste Ross | Brand: | Agnes: | Ein Gleichnis | Ein anderes | Der Abend ruft: | Abends hinunter | Mondnacht über Meran
Ritornelle: Du warst mir heut | In meinen Tränen | Die blassen Blätterschatten | Wir mischen unsre Wesen | Wie du Personen oft vergleichst | Auf der Treppe sitzen meine Öhrchen | In einer Nacht | Ich hebe gerne Blumen | Was ist das | Ist es Herbstlaub | Dämmrig blaun im Mondenschimmer | Ja, wenn ich jetzt nur noch | Vielleicht kehrt sich's | Vor dir schein ich aufgewacht | So ziehn zwei Flammen | Es gilt fast mehr als dich | Wie Sankt Franziskus schwebt ich | Wie eine Nonne schwarz | Wie sehr versteh ich | Ein paar Pappeln | Dies ist das Wunderbarste | Das Tier, die Pflanze
Lieder: Kind, wie eine Wolke | Der Morgen war von dir erfüllt | Es ist Nacht | Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn | Der Morgen war | Hochsommernacht | Ein einunddreißigster August | Überetsch
Sonette II: Die zwei Ozeane | Er | Sie | Sternenstil | Vermessenheit | Schachsonett | Humor | An die Tiere | In aeternum | Oh, ich verleumde meine Erde nicht | Es ist so viel | Ich schein ein Doppeltes | Quellen des Lebens | Nun wollen wir uns still die Hände geben


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 169