Mein Leben ist der Woge gleich (o. T.)

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Mein Leben ist der Woge gleich:
Bald strömt's emporgehoben,
und stürmisch stolz und selig weich
durchschwärmt mein Geist der Träume Reich
von Zauberglanz umwoben.

Bald fließt es tief in dunklem Tal -
die Träume sind verschwunden,
die Erde dünkt mir schal und kahl,
als hätt ich ihrer Schönheit Strahl
im Herzen nie empfunden.

Man muss ein tapfrer Bootsmann sein
bei diesem Auf und Nieder.
Doch bricht auch Nacht und Sturm herein -
das erste Fünklein Sonnenschein
verscheucht die Sorgen wieder.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 529