Mittag

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Tage gibt es, da des Mittags Bläue
übermild um braune Berge zittert
und in unaussprechlich linder Laue
sie wie Himmelsliebesrausch umwittert.

Ja, wie Liebe bricht es aus den Räumen,
und nur noch aus Frauenaugensternen
kannst du dies aus fast zu seligen Träumen
hergesunkene Gottesleuchten lernen.

 

 

Lyrik | Einkehr
Dem Andenken meiner Mutter
Im Hochgebirge: Die Menschen klein, den Menschen groß | Junges Mädchen in den Bergen | Raumschwindelgefühl | Notschrei | Am Quell | Gewitteranfang | Der Wildbach | Auf einem verfallenen Kirchhof | Versuchung | Mittag | Abendweise | Mondnacht | Vor Sonnenaufgang
Herbst: Vergänglichkeit (o. T.) | Ähren-Wald | Südwind | O bunte Welt | Der Wiesenbach | Blätterfall | Herbstschlacht | Der Wolkenbaum | Nachts übern Markt | Aus stillen Fenstern | Novembertag
Winter: Rosenweiß, ein Geist | Vor dem Schachbrett | Vor einem alten Schrank | An meinen Badeschwamm | Meinem Koffer | Der Schatten spricht: | Das Sintho-Buch | Glockenton nach Mitternacht | An eine unbekannte Schauspielerin nach einem Operettenabend | Im Theater | Nächtliches Haus
Briefe: I | II | III | IV | V
IV: Die Wunderfrucht | An die Furcht | Der Kelch der Ewigkeit | Jesus, ein "Mensch" | Desperado-Trost | Kleine Erde...
V
Vorfrühling: Zittern meiner Augen Schleier nur | Verse beim Erwachen | Februarmorgen | Abenddämmerun | Vorfrühling | Siehe, auch ich - lebe | Einem Berge | An eine Landschaft | Lied der Erde an die Sonne
Ein Nachmittag: An ein altes Haus | Der Bauernknabe | "Ich und der Vater sind eins" | Der Einsiedler
Aus einem Christus-Zyklus:
   nach Matthäus: Matthäus 4, 8
   nach Johannes: Mir kann niemand geben | Joh. 1, 26 | Joh. 4, 31 | Joh. 8, 53 | Joh. 14, 6


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 83