Nach Hauptmanns "Klokken, der sank"

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Himmlische Nachtluft, die aus Rauch
und Staub und Lärm und Schweiß und
Sternenglanz gemischt, komm, nimm mich auf, dich liebe ich;
mit tiefer, dankbarer Brust saug ich dich ein,
dich, nur dich, nur dich allein.
laß andre ihre weltenmüde Seele baden
in welken Dünsten, die [sie] selbst gebraut.
Ich liebe dich, nur dich, nur dich allein,
allnährende Natur Allwirklichkeit.
Du bist mein Weib, mein Gott, mein Ein und All.
Dir meine Hand. Und alle Seele fliegt
dir ungeheurem Weltenkunstwerk zu.
Und mein Gedicht, es sei zufrieden, wenn
es deines Hauchs ein Millionstel fängt.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 4
Daß ich nicht mehr | Kalt, kalt | Zwei Briefe | Liebesbrief | Vor einem Kinde | Lied | Das Echo | Die Windmühle | O Menschen, Menschen | Heilig der Schlaf | Komm, Spaten, stich | Nach Hauptmanns "Klokken, der sank" | Dem deutschen Volke | O ihr ewigen Hüterinnen | Ein Schicksal | Durch die Beine der Heroen | Menschen und Götter | Vor dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm | Nach einem rechten Läuterungsbade in Goethe | Aus einem Studienkopfe von Max Klinger | Wir Künstler | Wir Künstler (II) | Ich kann nur Leben | Werdet ihr nie | Welcher Trübung dort am Himmel | Der Geist der Berge spricht | Venus-Tempelchen | Und als ich eine Weil' | Tief im Walde hör' ich | Man fragte mich | Er fühlt' es selbst | Herbstnacht | Ich möchte dich noch einmal sehn... | Aus allen diesen Blicken | An *** | Fall und ewige Wiedergeburt durch sich selbst | Versprechen? | Totenzug | Vom ewigen Leben | Überschlag | Die Mutter, die dem Kinde | Das Gitter | Wie ist es nur | Ich habe dir ein Tuch | Ich stand vom Lärm | Zu dir | Über die tausend Berge | Endlich wieder | Junge Stunden | O traure nicht!


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 612