Noch manches wird vorübergehen (o. T.)

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

Noch manches wird vorübergehen
an meinem Blick, doch dem, was nie
der Sturz der Jahre wird verwehen,
gehört auch an dies Wiedersehen,

5

dies Bild der tiefsten Poesie. -

So mögt ihr denn die kurze Weise,
die in bescheidnen Rhythmen klang,
weglegen wieder still und leise,
nur manchmal auf des Lebens Gleise

10

des Freundes denkend, der sie sang.

Lebt wohl! Und treibt die Flut uns wieder
dereinst die gleiche Bucht hinein,
vielleicht dann kann ich schönre Lieder
euch streun vor eure Füße nieder -

15

bis dahin, Glück und Sonnenschein.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 6
Noch manches wird vorübergehn | Streu meine Lieder | Dort liegt die Welt | Form und Farbe | Die Stadt aus Elfenbein | Mit dieser Faust | Kleines Hotel am Meer | Sylt - Rantum | Sonnenuntergang | Im Wattenmeer | Das Wörtlein | Ein Lächeln irrt verflogen | Zwei ungeborene Seelen | Kürze | Moskauer Verse | Russische Ballade | Den russischen Revolutionären | Ihr Tore der Gefängnisse... | Trägst du denn Schuld | Auf den Tod eines deutschen Dichters | Aus irrer Seele | Heimfahrt einer einsamen Frau aus einer Gesellschaft | Nicht "Kennenlernen" - | Rat und Trost | Wunder | O Geist, du kleiner Krug | Homo Militaris | Es wird eine Rede gehalten | Doch du, mein Volk | Was türmst du deine Klagen | Es will mich töten | Schmerzlicher Dionysos | Es weint ein Kind | Mythos | Adam und Eva | Gondelfahrt | An Sinaida | Du sollst nicht lesen | Ich muss dich lieben | Wer sind wir denn... | Notwendigkeit | Drei Bilder | Auf den Tod einer Weckeruhr | Schlussgespräch mit mir selbst | An Dostojewski | An Beethoven | Blaues Auge, blondes Haar | Zum Trabwettfahren, Untermais November 1906 | Wonniglich | Ein Dichter spricht:


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 656f.