Paul Graener

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  • geb. 11. Januar 1872 in Berlin
  • gest. 13. November 1944 in Salzburg
  • Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
  • studierte am Veitschen Konservatorium Berlin die Fächer Violine, Klavier und erhielt bei Albert Becker Kompositionsunterricht
  • erste Erfahrungen als Kapellmeister sammelte er in Berlin, Königsberg und Bremerhaven
  • 1898 - 1906 erster Kapellmeister (Musical Director) am Royal Haymarket Theatre London
  • 1908 - 1911 Lehrer für Komposition am Neuen Wiener Konservatorium
  • 1911 - 1914 Direktor des Mozarteums Salzburg
  • 1920 - 1924 Professor für Komposition am Leipziger Konservatorium als Nachfolger Max Regers
  • 1925 Ehrendoktorwürde verliehen durch die Universität Leipzig
  • 1930 - 1933 Direktor des Stern'schen Konservatoriums Berlin, anschließend Leitung einer Meisterklasse Komposition an der Akademie der Künste Berlin
  • 1934 Ernennung zum Vizepräsidenten der Reichsmusikkammer als Nachfolger Wilhelm Furtwänglers
  • 1941 legte Graener seine Ämter bei der Reichsmusikkammer nieder
  • 1944 Zerstörung der Berliner Wohnung; die Familie Graener reist über München, Wien, Metz nach Salzburg, wo Graener im Alter von 72 Jahren verstarb
  • Graener schrieb über 130 Lieder, von denen die Vertonungen vieler Gedichte Christian Morgensterns besonders hervorzuheben sind. Acht Opern, eine davon blieb unvollendet, vier Operetten, zahlreiche Orchesterwerke, Kompositionen für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung, Kammermusik, Klaviermusik und Werke für gemischten Chor sowie Männerchor stammen aus Graeners Feder.


vertonte Gedichte

op. 43a

Palmström singt. Sieben Galgenlieder von Christian Morgenstern für eine Singstimme und Klavier
erschienen bei: Breitkopf & Härtel. Wiesbaden. Leipzig. Paris

  1. Igel und Agel
  2. Das Knie
  3. Gebet
  4. Die weggeworfene Flinte
  5. Der Gingganz
  6. Himmel und Erde
  7. Die zwei Wurzeln

op. 43b

Neue Galgenlieder von Christian Morgenstern für eine Singstimme und Klavier
erschienen bei: Breitkopf & Härtel. Wiesbaden. Leipzig. Paris
gesungen von Fritz Windgassen

  1. Gespenst
  2. Der Seufzer
  3. Das Huhn
  4. Der Mond
  5. Der Zwölf-Elf
  6. Philantropisch
  7. Palmström

Aus Fritz Windgassen singt Vertonungen von Paul Graener:

Das Gespenst
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Ein Seufzer
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Der Mond
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Philantropisch
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Palmström
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op. 50

Vier Lieder für eine Singstimme und Klavier
erschienen bei: Universal Edition Wien

  1. O Nacht, du tiefer Bronnen
  2. Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau
  3.  
  4.  

op. 57

Sechs Lieder
erschienen bei: Bote & Bock

  1. Abendläuten
  2.  
  3.  
  4.  
  5.  
  6.  

op. 68

Drei Gesänge für gemischten Chor
erschienen bei: Fr. Kistner & C. F. W. Siegel. Leipzig

  1.  
  2. Vorabendglück: Siehe wie wunderlich der Abend lacht
  3.  

op. 79

Nacht- und Spukgesänge. Galgenlieder nach Gedichten von Christian Morgenstern
erschienen bei: Bote & Bock. Berlin. Wiesbaden

  1. Der Nachtschelm und das Siebenschwein oder Eine glückliche Ehe
  2. Das Hemmed
  3. Der Rock
  4. Die Kugeln
  5. Korf erfindet eine Art von Witzen
  6. Das Mondschaf
  7. Die Priesterin
  8. Träume
  9. Geiß und Schleiche
  10. Die Fingur

op. 103

Drei Galgenlieder nach Christian Morgenstern
erschienen bei: Bote & Bock. Berlin. Wiesbaden

  1. Die Unterhose
  2. Galgenbruders Frühlingslied
  3. Die beiden Esel

ohne op.

  1. Galgenbruders Lied an Sophie, die Henkersmaid

Quellen/Literatur:

  • Andreas, Knut: Graener, Paul in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Band 7, Sp. 1455-1457. Hrsg. Finscher, Ludwig, u. a. Stuttgart, Weimar 2002.
  • Andreas, Knut: Paul Graener (1872-1944): Leben und Werk. Potsdam 2002. [Maschr. Examensarbeit]
  • Bayerisches Musiker-Lexikon Online, hrsg. von Josef Focht, http://www.bmlo.lmu.de/g0001 (Version vom 10. April 2012), (pdf, 302 kb)


Mein besonders herzlicher Dank geht an Herrn Knut Andreas, Dirigent des Collegium musicum Potsdam, für den Beitrag der hier auf dieser Seite zu lesen ist.

Herr Andreas ist ein profunder Kenner Graeners und dessen Werkes, wie die Quellen zeigen.