Progressus dei

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Tag für Tag begegnen mir am Morgen
schwarze Lämmer, gleich "Ideen des Bösen",
und ich denke nach, sie zu erlösen;
doch sie haben wahrlich andre Sorgen.

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Wollen alles eher, als erlöst sein,
nicht von ihrem Leib noch ihrer Seele.
Doch gar bald wird ihre Haut entblößt sein
und gar bald durchschnitten ihre Kehle.

Denn so löst man schließlich das Problema:

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Man zerbricht sie wiederum zu Erde.
Weiter muss der Gott, das ist das Thema.
Auch der Mensch muss sterben, dass ER werde.

 

 

Lyrik | Nachlese zu Einkehr
Mein Tetragramm | Wechselnd Wollen | Fisch und Wind | Oh welch Gefühl | Gewaltig segelst du mit mir | Noch jüngst gehasst | Wessen Blick aus nackten Bläuen | Das Kornfeld | An den Wald | Rings um uns | Einen moosbegrünten Ort | (Fragmentarisch) | Mattenwanderung | Regengeschwellt (o. T.) | Bergwasser um Mittag | Der Bergbach | Fels, auf dem Äonen | Durch einer Felsenkluft | Die Glocke | Das Tal | Sonntagmittag in Meran | Der Tor | Die verlassene Sennhütte | Ja, recht, Natur | Abendstrophe | Nachtlied | Nacht | Gruß und Gegengruß durch die Nacht | Nachtanbruch | Nächtliches Erwachen | Mensch und Blitz | Der Einsiedler | Einsiedelwunsch | Warum durchglüht mein Wesen | Frühlingsahnung | An eine Fächerpalme | An meinen Teekessel | Mein Ofen ist ein weißer Bär | Winternacht | Groß ist die Welt | Zyklus Die Wunderfrucht | In vinculis - libertas | Progressus dei | Meinungs-Moment | Der Name Mensch | Wir Menschen sind | Lied der Erde an den Menschen | Im Anfang war


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 138