Schirokko

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

Ja, wer so immer wüsste, was ihn quält,
wie heute, da der laue Südwind brütet
und jeden Geist, der sich nicht streng behütet,
wie einen roten Docht erstickt und schwält.

5

An solchen Tagen wird, wie man erzählt,
in Süditalien, wenn das Messer wütet,
dem Rasenden ein Teil der Pön vergütet
und seine Schuld der Schuld des Sturms vermählt.

Wohl dem, der stärker als solch Fieber ist,

10

womit oft Erde sich und ihn verstört,
wohl dem, der's klar erkennt und niederzwingt.

Und wehe, wer nur einen Tag vergisst,
wie sehr er dunklen Mächten gleich gehört,
wenn er nicht unablässig wacht und ringt.

 

 

Lyrik | Ich und Du
Meiner lieben Frau
Sonette I: Der Morgen | Auf Wieder-Hören | Sie spricht | Das Landhaus | Die Bank | Die Uhr | Schirokko | Meran-Vineta | Schauder | Abgrund | Das schnellste Ross | Brand: | Agnes: | Ein Gleichnis | Ein anderes | Der Abend ruft: | Abends hinunter | Mondnacht über Meran
Ritornelle: Du warst mir heut | In meinen Tränen | Die blassen Blätterschatten | Wir mischen unsre Wesen | Wie du Personen oft vergleichst | Auf der Treppe sitzen meine Öhrchen | In einer Nacht | Ich hebe gerne Blumen | Was ist das | Ist es Herbstlaub | Dämmrig blaun im Mondenschimmer | Ja, wenn ich jetzt nur noch | Vielleicht kehrt sich's | Vor dir schein ich aufgewacht | So ziehn zwei Flammen | Es gilt fast mehr als dich | Wie Sankt Franziskus schwebt ich | Wie eine Nonne schwarz | Wie sehr versteh ich | Ein paar Pappeln | Dies ist das Wunderbarste | Das Tier, die Pflanze
Lieder: Kind, wie eine Wolke | Der Morgen war von dir erfüllt | Es ist Nacht | Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn | Der Morgen war | Hochsommernacht | Ein einunddreißigster August | Überetsch
Sonette II: Die zwei Ozeane | Er | Sie | Sternenstil | Vermessenheit | Schachsonett | Humor | An die Tiere | In aeternum | Oh, ich verleumde meine Erde nicht | Es ist so viel | Ich schein ein Doppeltes | Quellen des Lebens | Nun wollen wir uns still die Hände geben


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 146