Schwacher Leib (o. T.)

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Schwacher Leib, du trägst nur aus,
was ich einst verschuldet habe,
sinkst, ein sacht zerfallend Haus,
nah und näher deinem Grabe;

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drum soll kein Verdruss mir keimen,
dass so schwer in dir zu heimen.

Beide hatten wir zu büßen,
und so wurden wir ein Wesen,
haben uns auf Windesfüßen

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beide zum Besitz erlesen.
Einer sah den andern,
und da war es schon ein Wandern.

Und da stand auch vor uns beiden
schon das Ziel: es soll voll Mühen

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einer durch den andern leiden,
einer durch den andern blühen:
dass so beider Streit und Liebe
neue Lebens-Frucht enttriebe.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 254
Esperanto Übersetzung
Febla korp'