Spielmannsweisen - Schweizer Lieder zwischen Romantik und Moderne

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Titel
Spielmannsweisen - Schweizer Lieder zwischen Romantik und Moderne
Quelle, Entstehungsjahr
Musikszene Schweiz, 2001
Interpret
Bernhard Hunziker, Tenor
Jean-Jaques Dünki, Klavier
Inhalt
  1. Othmar Schoeck, Spielmannsweisen op. 56
  2. Peter Mieg, Drei Gesänge nach Hugo v. Hoffmannsthal
  3. Friedrich Hegar, Liederzyklus op. 19
  4. Hans Huber, Aus Lieder op. 44
  5. Volkmar Andreae, Der Spielmann
  6. Willy Burkhard, Neun Lieder nach Gedichten von Chr. Morgenstern op. 70
Präludium
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Wandernde Stille
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Herbst
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Erster Schnee
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So ziehn zwei Flammen
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Kleine Erde
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Stilles Reifen
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Auf leichten Füßen
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Genügsamkeit
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Cover
Einlieger
Willy Burkhards Liedzyklus op. 70 entstand 1943/44 ebenfalls in Zürich, kurz nach seinem Stellenantritt als Harmonie- und Kompositionslehrer am Konservatorium. Die neun Lieder nach Gedichten von Christian Morgenstern waren die erste und zugleich letzte Auseinandersetzung des Komponisten mit dem Klavierlied seit den frühen Liedzyklen in den zwanziger Jahren. Mit Morgenstern verband Burkhard sein Lungenleiden, das beide Künstler zu einem wohldosierten künstlerischen Arbeiten, aber auch zu zahlreichen Unterbrüchen zwang. Es ist naheliegend, dass Burkhard, der sich vorwiegend mit geistlichen Texten beschäftigt hatte, nicht vom Dichter der Groteske und der Sprachspiele (wie z.B. die "Galgenlieder"), sondern vom ganz anderen, vom Morgenstern der Meditation, der christlichen und theosophischen Besinnung angezogen wurde. Burkhard hat Texte der Melancholie und Bilder des Herbstes, der Reife und der (ab und zu etwas augenzwinkernden) Genügsamkeit gewählt. Die Musik tendiert zum Verschweigen und Verklingen, allfälligen Aufschwüngen folgt die Zurücknahme auf dem Fuße. Burkhard stellt den Text in seiner natürlichen und leicht fasslichen Deklamation in den Vordergrund. Und wie immer bei Burkhard verbinden sich solides Handwerk mit Zurückhaltung im Ausdruck und feinen Bezügen zwischen Text und musikalischer Geste, eine Musik, die mehr andeutet als sie ausspricht.
Hanspeter Renggli