Sprüche

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(Henrik dem Dreizehnten)


Ich riss des Herzens Furchen auf:
Da säten Wind und Sonnenschein
ihr Korn hinein;
da schoss es auf

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aus rotem Grund
und wuchs mit zuckendem Purpurmund
zum Licht hinauf.


Alles Leben steht auf Messers Schneide.
Gleite aus und du ertrinkst in Leide.


Dulde , trage.
Bessere Tage
werden kommen.
Alles muss frommen

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denen, die fest sind.
Herz, altes Kind,
dulde, trage.


Gib , gib und immer wieder gib der Welt,
und lass sie, was sie mag, dir wiedergeben;
tu alles für, erwarte nichts vom Leben, -
genug, gibt es sich selbst dir zum Entgelt.

 

 

Lyrik | Melancholie
Widmung
Zeit und Ewigkeit | Im Tal von Arosa | Nachts im Wald | Abend im Gebirge | Der Giebel | Neuschnee | Erinnerung an Wolfenschiessen | Ebenengewitter | Traumwald | Nebelweben | Du schlankes Reh | Nebel am Wattenmeer
II: Bezauberung | Evas Haar | Ein Rosenzweig | Schauder
III: In der Sistina | Vor den Fresken der Appartamenti Borgia | Bei der Pyramide des Cestius
Papstjubiläum 1903: Historische Momente nennt's die Menge | Doch haben sie noch ganz die Liebe | Welch glänzender Theatercoup | Angelsachsen | Mönche | Man kennt sich | In den Kirchen | Leo XIII.
Fiesolaner Ritornelle
Aus einem Zyklus: Berlin: Berlin | Junge Ehe | Draußen in Friedenau | Die Allee | Bild aus Sehnsucht | Herbstabend | Der Gärtner
Aus zwei geplanten Büchern: Ein Gedicht Walthers von der Vogelweide | Ein Kindergedicht
VI: Vor dem Bilde meiner verstorbenen Mutter | An P. B.-H. | An E. S. | Sie und Er | Reinheit | Die Primeln blühn und grüßen | Wein und Waffe | Goethe | Tolstoi | Für viele
VII: Schlummer | Schweigen | Gebet | Das Licht | Unheimliche Zeitung | Immer wieder | Sprüche | Worte | Wachsende Unsicherheit | Lehre | In so vielem | Γνώθι σεαυτόν | Dankbarkeit und Liebe | O Freunde, liebt mich nicht | Ewiges Einerlei | Verwunderung | Tragikomödie des Phantasten | O ihr | Die Sonne grübelt nicht | Schule | Es martert dich | Die Lösung ist | Nietzsche | Suprema lex | Je nachdem | Vom neuen Reich | Zu Russischem und Weiterem | Allen Knechtschaffenen | Freiheit | Gelehrte | Moderne Ästheten | Ein Münzen-Bild | Einen Einzelnen abschätzen | Hirn als Mechanismus | Wie süß ist alles erstes Kennenlernen | Walther von der Vogelweide | An Dostojewski | Zum täglichen Leben | Schach, das königliche Spiel | In Wald und Welt | Ein ander Mal | Der Specht


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 40


zu Dulde, trage

Vertont von
Ferenc Farkas
Spanische Übersetzung
Aguanta, tolera