Vermessenheit

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Wir wagen es, vom Sternenall zu reden,
wir wagen es: obwohl wir Menschen sind,
nicht Tiere bloß, dem Sinn des Lebens blind,
nein. Ausgetriebne aus der Blindheit Eden.

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Wir wagen es, von Ewigkeit zu reden,
als wie von Wasser, Feuer, Erde, Wind,
und ordnen ihre Welten, wie ein Kind,
und wissen Ort und Namen einer jeden.

Noch mehr: wir achten uns hineingesponnen

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in diesen Wunderknäul aus Gold und Schweigen,
ja, lieben - uns im Herzen ihm zu fühlen...

Ja - in dies Herz selbst so uns einzuwühlen,
dass uns vor all den hunderttausend Sonnen
bedünken kann: wir sei'n dies Herz selbeigen!

 

 

Lyrik | Ich und Du
Meiner lieben Frau
Sonette I: Der Morgen | Auf Wieder-Hören | Sie spricht | Das Landhaus | Die Bank | Die Uhr | Schirokko | Meran-Vineta | Schauder | Abgrund | Das schnellste Ross | Brand: | Agnes: | Ein Gleichnis | Ein anderes | Der Abend ruft: | Abends hinunter | Mondnacht über Meran
Ritornelle: Du warst mir heut | In meinen Tränen | Die blassen Blätterschatten | Wir mischen unsre Wesen | Wie du Personen oft vergleichst | Auf der Treppe sitzen meine Öhrchen | In einer Nacht | Ich hebe gerne Blumen | Was ist das | Ist es Herbstlaub | Dämmrig blaun im Mondenschimmer | Ja, wenn ich jetzt nur noch | Vielleicht kehrt sich's | Vor dir schein ich aufgewacht | So ziehn zwei Flammen | Es gilt fast mehr als dich | Wie Sankt Franziskus schwebt ich | Wie eine Nonne schwarz | Wie sehr versteh ich | Ein paar Pappeln | Dies ist das Wunderbarste | Das Tier, die Pflanze
Lieder: Kind, wie eine Wolke | Der Morgen war von dir erfüllt | Es ist Nacht | Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn | Der Morgen war | Hochsommernacht | Ein einunddreißigster August | Überetsch
Sonette II: Die zwei Ozeane | Er | Sie | Sternenstil | Vermessenheit | Schachsonett | Humor | An die Tiere | In aeternum | Oh, ich verleumde meine Erde nicht | Es ist so viel | Ich schein ein Doppeltes | Quellen des Lebens | Nun wollen wir uns still die Hände geben


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 165