Warum durchglüht mein Wesen (o. T.)

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Warum durchglüht mein Wesen solche Freude?
Was ist's, sag an, mein rasches Blut,
das diesem schreitenden Gebäude
so unerwartet Liebes tut?

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Wie, war es nur der klare Tag
mit jungbeschneitem Berg und Hag?

Woher dies Fieber, das die Brust sich dehnen,
das Auge sprühn, die Lippe lachen heißt - -
Was sag ich Fieber? - wo die sichern Venen

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kein Pulsschlag mehr als wie gebührlich speist!
Nicht Fieber, nein! Woher dies reine Drängen,
im Turm des Tags ein Glücklein aufzuhängen?

Ein Glöcklein, das mit silbernem Gescheite
die Vögel in der Luft zum Staunen bringt,

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dass - - doch - doch - Phantasie! Mein Spielgeselle:
Wir sind im Winter, wo kein Vogel singt!
Verlier dich nicht! - "Ei, Bester, mitgeboren
(drum zier dich nicht!), bist du auch mitverloren."

 

 

Lyrik | Nachlese zu Einkehr
Mein Tetragramm | Wechselnd Wollen | Fisch und Wind | Oh welch Gefühl | Gewaltig segelst du mit mir | Noch jüngst gehasst | Wessen Blick aus nackten Bläuen | Das Kornfeld | An den Wald | Rings um uns | Einen moosbegrünten Ort | (Fragmentarisch) | Mattenwanderung | Regengeschwellt (o. T.) | Bergwasser um Mittag | Der Bergbach | Fels, auf dem Äonen | Durch einer Felsenkluft | Die Glocke | Das Tal | Sonntagmittag in Meran | Der Tor | Die verlassene Sennhütte | Ja, recht, Natur | Abendstrophe | Nachtlied | Nacht | Gruß und Gegengruß durch die Nacht | Nachtanbruch | Nächtliches Erwachen | Mensch und Blitz | Der Einsiedler | Einsiedelwunsch | Warum durchglüht mein Wesen | Frühlingsahnung | An eine Fächerpalme | An meinen Teekessel | Mein Ofen ist ein weißer Bär | Winternacht | Groß ist die Welt | Zyklus Die Wunderfrucht | In vinculis - libertas | Progressus dei | Meinungs-Moment | Der Name Mensch | Wir Menschen sind | Lied der Erde an den Menschen | Im Anfang war


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 133