Was blutest du mir (o. T.)

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Was blutest du mir, Rose, zu!
Was blutest du mich so in Gram!
Ich weiß, für wen du blutest, du,
wer dich in seine Dienste nahm!

5

Doch Rose, sieh, geliebtes Blut,
ich bin kein Kelch für deinen 〈Wein〉,
auf meinem 〈Bechergrunde ruht〉
ein schauerlicher Flammenschein.
Mein Kelch - ich Kelch: bin ohne Schoß.

10

Wer in mich stürzt wie Blut in Glut,
zerstört sein Los samt meinem Los -
O Rose, gib mir nicht dein Blut,
o nimm mir nicht das Restchen Ruh,
dein Herz, dem freilich ich sie nahm!

15

O blute nicht so weh mir zu!
O blute mich nicht so in Gram!

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 2, S. 305