Wenn ich die alten Blätter wend' und wende (o. T.)

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Wenn ich die alten Blätter wend' und wende
und les' und lese von durchkämpften Jahren,
dann denk' ich oft, ob nie den Weg zum Klaren
durch all den Irrtum meine Seele fände.

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Und falten möcht' ich kindesfromm die Hände:
so willst du nie dich voll mir offenbaren,
du Inbegriff des Schönen und des Wahren,
o du, nach dem ich ringe ohne Ende!?

So soll mir dröhn unsel'ger Halbheit Jammer?

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Dem großen Willen sich die Kraft versagen,
die Kraft, die ich mit heißem Fordern rufe?

So soll mein stofflich Teil mit ehrner Klammer
einketten meiner Seele stolzes Wagen,
sie zwingend auf des Alltags niedre Stufe?

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 1
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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 528