Werke und Briefe, Band VI - Kritische Schriften. Verlag Urachhaus. 1987

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Stuttgarter Ausgabe Band 6 Kritische Schriften.jpg
Titel
Christian Morgenstern, Werke und Briefe, Band VI - Kritische Schriften
Herausgeber
Helmut Gumtau
Auflage
1987
ISBN
ISBN 3-878-38-506-4
Seiten
894 S, Leinen mit Schutzumschlag
davon 351 S. Textteil und
593 S. Kommentare
Inhalt
  • Zur Textgestalt
  • Verzeichnis der Tagebücher
  • Einleitung zu CMs "kritischem Schaffen"
  • Quellen und Literatur
  • Kommentare zu den Texten
  • darin eingestreut finden sich speziellere Betrachtungen zu folgenden Themen bzw. mit folgenden Titeln:
  • Frühzeit und Perspektiven des Kritikers (Studium, Kunst, Lebensführung, Satire und Selbstzensur)
  • Morgenstern und Max Reihnhardt
  • in den Kommentaren zur Textgruppe "Die Schaubühne" findet sich folgender Aufsatz:
    Die Mitarbeit 1907 und der "Briefkasten"
  • Journalismus und Arbeitshemmungen
  • Morgenstern und Harden
  • Morgenstern und Nietzsche
  • Morgenstern und Lagarde
  • Lagarde und Morgenstern in ihrer Beziehung zum Judentum
  • Morgenstern über Henrik Ibsen
  • umfangreiches Personenregister
Klappentext
Christian Morgenstern als Kritiker - wer weiß bislang davon? Sicher, als Herausgeber der Zeitschrift "Das Theater" ist er bekannt, auch von seiner Tätigkeit als Lektor für den Verlag Bruno Cassirer weiß man: doch von seinem kulturkritischen Wirken, veranlaßt von seiner sozialen Wachheit, politischen Kritik und kulturellem Engagement, ist bis heute kaum etwas bekannt. Und das, obwohl er schon als Einundzwanzigjähriger, 1892, seine ersten Zeitschriftenbeiträge veröffentlichte und dies bis 1913 fortsetzte.
Als Breslauer Student der Nationalökonomie verteidigt er Karl Marx gegen bürgerliche Abwertung und wirbt in der hektographierten Zeitschrift "Deutscher Geist" für soziale Ideen. Er verachtet die Deutschtümelei, den Byzantinismus, den Kunstgeschmack Wilhelms II. und den Servilismus, der sich mit Fleiß und Brutalität verband.
Ihn empören die Geschmacksnivellierung, die »Fabrikantenkultur«, die "Barbarei" des Bauens und die Trivialität des Theaters. Mit noch heute gültigen Argumenten polemisiert er scharf gegen die Todesstrafe. Doch nicht allein die Tatsache, daß er sich zu den genannten Themen äußert, ist bemer-kenswert; viel interessanter noch ist die Vielzahl der Entwürfe und Briefe, der in den Tagebüchern verstreuten Notizen und Verse, die ständig mit den kritischen Texten korrespondieren; ja mehr noch: Auch wenn Morgenstern "dem Tage frohnden" muß, er um Brot schreibt, auch selbst dann will er mit seinem Beitrag nach seinen Möglichkeiten "Brot geben" und zu übergreifenden Gesichtspunkten vorstoßen, die einer Beflexion der eigenen Arbeit standhalten:
"Je ernster ein Kritiker seine Kritik nimmt, desto kritischer wird er seinen Ernst nehmen."

 

 

Stuttgarter Ausgabe
Band I - Lyrik 1887 - 1905 | Band II - Lyrik - 1906 - 1914 | Band III - Humoristische Lyrik | Band IV - Episches und Dramatisches | Band V - Aphorismen | Band VI - Kritische Schriften | Band VII - Briefwechsel 1878 - 1903 | Band VIII - Briefwechsel 1904 - 1908 | Band IX - Briefwechsel 1909 - 1914


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