Wunder

Aus DCMA
Wechseln zu: Navigation, Suche
       

 

Du, der draußen vor der Türe,
just geläutet habend, wartest, -
dass ich dich allein durch meines
Wunsches Kraft verwandeln könnte.

5

Aus dem Fremdling, der du sein magst,
in ein Wesen, das mich lieb hat;
denn nach Trost schreit meine Seele
wie der Hirsch nach frischem Wasser.

An Elisabeth, die Gräfin,

10

denk ich und das hohe Wunder,
wie aus tuchentblößtem Korbe
Rosen ihr entgegenblühten.

Und die Türe wird geöffnet.
Und dann klopft's an meine Türe;

15

und hereintritt - und hereintritt - -
wirklich jemand, der mich liebt .

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 6
Noch manches wird vorübergehn | Streu meine Lieder | Dort liegt die Welt | Form und Farbe | Die Stadt aus Elfenbein | Mit dieser Faust | Kleines Hotel am Meer | Sylt - Rantum | Sonnenuntergang | Im Wattenmeer | Das Wörtlein | Ein Lächeln irrt verflogen | Zwei ungeborene Seelen | Kürze | Moskauer Verse | Russische Ballade | Den russischen Revolutionären | Ihr Tore der Gefängnisse... | Trägst du denn Schuld | Auf den Tod eines deutschen Dichters | Aus irrer Seele | Heimfahrt einer einsamen Frau aus einer Gesellschaft | Nicht "Kennenlernen" - | Rat und Trost | Wunder | O Geist, du kleiner Krug | Homo Militaris | Es wird eine Rede gehalten | Doch du, mein Volk | Was türmst du deine Klagen | Es will mich töten | Schmerzlicher Dionysos | Es weint ein Kind | Mythos | Adam und Eva | Gondelfahrt | An Sinaida | Du sollst nicht lesen | Ich muss dich lieben | Wer sind wir denn... | Notwendigkeit | Drei Bilder | Auf den Tod einer Weckeruhr | Schlussgespräch mit mir selbst | An Dostojewski | An Beethoven | Blaues Auge, blondes Haar | Zum Trabwettfahren, Untermais November 1906 | Wonniglich | Ein Dichter spricht:


Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 669f.